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Saisonkalender März – Kreativ Kartoffeln kombinieren

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Saisonkalender März mit der flexibel einsetzbaren Kartoffel als Gemüse des Monats

Hier geht es direkt zum Saisonkalender März, der zeigt, welche heimischem Obst und Gemüse die geringste Klimabelastung versprechen. Im Vergleich zum Saisonkalender Januar und Saisonkalender Februar gibt es weiterhin vor allem bei den Früchten wenig Auswahl – im Grunde wird sich das erst im Saisonkalender Mai ändern, wenn die ersten heimischen Erdbeeren zu haben sind. Trotzdem gibt es aus unserer Sicht viel Auswahl und viele Kombinationsmöglichkeiten mit saisonalem Gemüse.

Saisonkalender März – Obst im März

Saisonales Obst im März mit geringer bis mittlerer Klimabelastung (tendenziell eher Lagerware – auch bei uns haben tatsächlich einige Äpfel im dunklen Keller bis jetzt überwintert):

  • Äpfel

Saisonkalender März – Gemüse im März

In der unten stehenden Übersicht findet ihr Gemüse mit der geringsten Klimabelastung, daher gerne so oft wie möglich in die Essensplanung mit aufnehmen und gezielt nach Rezepten suchen.

Saisonales Gemüse im März mit sehr geringer Klimabelastung:

  • Porree / Launch (Freiland)

Saisonales Gemüse im März mit geringer bis mittlerer Klimabelastung:

  • Chicorée
  • Chinakohl
  • Kartoffeln
  • Kürbis
  • Möhren / Karotten
  • Pastinaken / Wurzelpetersilie
  • Rettich
  • Rhabarber
  • Rosenkohl
  • Rote Bete
  • Rotkohl
  • Schwarzwurzeln
  • Sellerie / Knollensellerie
  • Wirsingkohl
  • Zwiebeln

Saisonales Gemüse im März mit hoher Klimabelastung (Produkte aus beheizten Gewächshäusern)

    • Gurken (Salatgurken und Minigurken)

Bei den saisonalen Salaten gibt es im März wie auch im Januar und Februar die Auswahl zwischen Feldsalat, Kopfsalat und Rucola.

Saisonkalender März – Gemüse des Monats: Kartoffel

Im März ist unser Gemüse des Monats: die Kartoffel. Klingt erst einmal unspektakulär und langweilig, aber ganz im Gegenteil: die Kartoffel ist ein vielseitiger Alles-Kombinierer.

Was wir besonders gerne zubereiten sind Kartoffelaufläufe und Ofengemüse. Beides ist jeweils flexibel einsetzbar, bzw. sehr vielseitig und kreativ kombinierbar. Aus der oberen Liste an saisonalem Gemüse lässt sich die Kartoffel als Ofengemüse bspw. perfekt mit Kürbis, Rosenkohl, Pastinaken und Möhren kombinieren. Im Kartoffelauflauf sind zudem auch Sellerie, Zwiebeln und Porree kombinierbar. Ihr seht: fast alle saisonalen Gemüse.

Kartoffelaufläufe lassen sich übrigens auch ohne Sahne relativ einfach vegan zubereiten, so kannst Du Sahne mit veganem Frischkäse oder veganer Sojasahne ersetzen.

Weiter lesen:

Hintergründe, warum wir saisonales und regionales Obst und Gemüse so gut finden, findet ihr am Ende des Saisonkalenders Januar. Zudem lest Euch gerne unsere 7 Tipps zu einer nachhaltig ausgewogenen Ernährung durch und versucht Schritt für Schritt eure Ernährung nachhaltiger zu gestalten.

Quelle: Verbraucherzentrale – Heimisches Obst und Gemüse (Zugriff am 28.02.2020)

Photo by Agence Producteurs Locaux Damien Kühn on Unsplash

Was ist Corporate Social Responsibility? Ein Überblick

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Corporate Social Responsibility steht für eine Unternehmenspraxis, die darauf ausgerichtet ist, eine verantwortliche Rolle innerhalb der Gesellschaft ein- und wahrzunehmen. Auch bekannt unter Synonymen wie unternehmerischem Gewissen oder, zumindest im englischsprachigen Raum corporate citizenship, fasst der Begriff Bemühungen von Unternehmen zusammen, die darauf abzielen, nachhaltige Entwicklung zu fördern und die eigene Rolle kritischer zu reflektieren. Dies betrifft eine breite Spanne von Problemfeldern und reicht von Menschenrechten, wie zum Beispiel im Falle der Bedingungen, unter denen ein Unternehmen seine Produkte produzieren lässt, wie auch den Umweltschutz.

Es lässt sich dabei am ehesten als eine Art selbstregulierender Geschäftsplan verstehen, der auf Initiativen abzielt, die für alle Stakeholder, also Mitarbeiter, Kundschaft, Investoren als auch andere Gruppen gewinnbringend sind.

Das Konzept hinter Corporate Social Responsibility

Das Konzept soll dazu dienen, Unternehmen dazu anzuregen, ihrem Alltagsgeschäft eine stärkere ethische Komponente zu geben und stärker über die eigene Rolle zu reflektieren – jenseits unmittelbarer Geschäftsinteressen. Derartige nachhaltige Wirtschaft kann daher in Teilen kurzfristige Kosten verursachen infolge der Priorisierung von sozialen und umwelttechnischen Zielen. In anderen Worten, diese Initiativen sind darauf ausgelegt, sozialen Fortschritt den Vorrang vor kurzfristiger Geschäftsperformance zu geben. Die Initiativen können dabei vielfältiger Natur sein. Obgleich der Begriff Nachhaltigkeit häufig in diesem Zusammenhang verwendet wird, bezieht sich dies nicht allein auf Fragen der Umwelt. Auch Beschaffungspraktiken und Mitarbeiterpolitik sind gängige Bereiche, in denen derartige Initiativen ansetzen.

In der Regel wird in vier Kategorien unterteilt:

Umweltschutz

Ein Hauptfokus liegt im Schutz der Umwelt. Jedes Unternehmen, vom Kleinunternehmer bis zum international agierenden Giganten, hat einen signifikanten CO² Fußabdruck. Jede Bemühung, die auf die Reduktion der Emissionen abzielt, ist daher eine lohnende Initiative, um die Unternehmenspraxis verantwortungsbewusster zu gestalten.

Philanthropie

Auch das Spenden von Geld, Produkten oder Leistungen für soziale Bewegungen und Wohlfahrtsprogramme gilt gemeinhin als lohnende Initiative für Unternehmen. Derartige Initiativen entstehen häufig infolge von direkter Kontaktaufnahme zwischen Unternehmen und den durchführenden Organisationen.

Ethische Arbeitsbedingungen

Die faire Behandlung von Angestellten verdeutlicht, dass ein Unternehmen sich seiner sozialen Verantwortung bewusst ist. Dies gilt besonders an Orten, in denen die Arbeitnehmerschutzgesetze weniger stark ausgeprägt sind und mehr Schlupflöcher für die Ausbeutung von Mitarbeitern bieten.

Freiwilligenarbeit

Das Leisten von guten Taten ohne etwas im Gegenzug zu erwarten sagt einiges über die Ernsthaftigkeit und Ehrlichkeit eines Unternehmens aus. Viele Studien haben zudem gezeigt, dass Kunden vermehrt wert auf den Ruf der Unternehmen legen, von denen sie kaufen.

Von Bedeutung in all diesen Bemühungen ist hierbei, dass Unternehmen in ihrer Praxis weitergehen als bereits bestehende gesetzliche Vorschriften. Sinn und Zweck der nachhaltigen Wirtschaft besteht diesem Verständnis nach darin als Vorreiter und Pionier zu agieren.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich freiwillig zu engagieren – wie z.B. die Unterstützung von Aktivitäten des NABU.

CSR – Beispiele für nachhaltiges Wirtschaften

Es gibt viele Beispiele für Unternehmen, die sich einem Modell von Corporate Social Responsibility verschrieben haben. Ein berühmtes Beispiel ist das Unternehmen Patagonia, ein Hersteller von Outdoorbekleidung und -equipment. Patagonia hat sich zum Ziel gesetzt, einen positiven Einfluss auf die Umwelt zu haben. Aus diesem Grund verfolgt das Unternehmen eine Transparenzpolitik, die darauf abzielt soziale und umwelttechnische Fragen in jedem Bereich der Lieferkette anzugehen. Hierbei wechselte das Unternehmen bereits 1994 zu biologischer Baumwolle, verfolgt eine progressive Lohnpolitik für alle Angestellten und beteiligt sich an mehreren Umweltinitiativen. Ein Teil hiervon ist die Spende von 1 % aller Einnahmen als sogenannte Weltsteuer, die an Graswurzelinitiativen entrichtet wird.

Ein weiteres Beispiel für ein Unternehmen, dass sich diesem Geist verschrieben hat, ist Levi Strauss. Der Kleidungshersteller, besonders bekannt für seine Jeans, legt seinen Hauptfokus auf das Wohl seiner Mitarbeiter. Zu diesem Zweck begann das Unternehmen im Jahr 2011 die Initiative “Workers Well Being Initiative”. Der Ansatz, den Levi’s hierbei verfolgt, unterscheidet sich dahingehend, dass er auf Ansätzen und Wünschen der Mitarbeiter basiert. Regelmäßige Umfragen erlauben den Verantwortlichen einen detaillierten Einblick in die eigentlichen Bedürfnisse derjenigen, denen die Bemühungen gelten. Für die eigentliche Umsetzung tut sich das Unternehmen mit verschiedenen NGOs und anderen sozial-involvierten Organisationen zusammen um Programme durchzuführen, die auf die Verbesserung von Arbeitsbedingungen abzielen.

Als letztes Beispiel dient schließlich Lego, dessen Initiative einen ungewöhnlichen Startpunkt hat: der Brief eines neunjährigen Kindes. Vor ein paar Jahren erhielt man einen Brief in dem geschrieben stand, dass der Junge hoffe, dass auch seine Kinder eines Tages in einer gesunden Welt aufwachsen können. In Reaktion hierauf begann das Unternehmen die “Build the Change” Initiative. Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Events, die weltweit veranstaltet werden und Kindern die Möglichkeit bieten sich in kreativer Problemlösung zu üben und gemeinsam Lösungen zu suchen.

Herausforderungen im Bereich Corporate Social Responsibility

Sozial und nachhaltig zu handeln muss nicht schwierig sein. Jedoch gibt es gewisse Dinge, auf die man als Unternehmen achten sollte. Zunächst einmal gilt es für Unternehmen sich in Bereichen zu engagieren, die ausgerichtet nach dem eigenen Geschäftsfeld als auch den eigenen ethischen Standards sind. Umgekehrt gilt dies natürlich umso mehr. Anstatt Geld und Zeit blindlings zu verschicken, lohnt es sich vielmehr in Projekte und Initiativen zu investieren, die vertraut und in ähnlichen Bereichen aktiv sind. Zugleich ist wichtig, dass Initiativen im Bereich Corporate Social Responsibility nicht allein zu Marketingzwecken veranstaltet werden. Zum einen ist dies ethisch fragwürdig, zum anderen kann eine schnelle CSR-Kampagne, die nicht über wenige Werbespots und Pseudoinitiativen hinausgeht, langfristig negative Konsequenzen für den Ruf des Unternehmens haben. Es wird stattdessen empfohlen, CSR weniger als einmaliges Projekt zu verstehen, sondern vielmehr als langfristige Evolution der Geschäftspraktiken.

Schließlich ist es nochmals wichtig, auf die Pionierrolle von Initiativen einzugehen. Darauf zu warten, dass gewisse Standards gesetzlich erforderlich sind, ist nicht vonnöten. Vielmehr gilt es, als Unternehmen selbstständig Mindeststandards zu setzen und anzuheben. Derartige Bemühungen haben nicht nur einen positiven Effekt auf die Umwelt oder insgesamt in den Bereichen, auf die sie abzielen. Sie erhöhen zudem die Reputation des Unternehmens.

Tipps und leicht umsetzbare Ideen für Unternehmen

Verantwortlich zu handeln kostet Zeit und Geld. Es ist jedoch wichtig sich daran zu erinnern, dass es sich hierbei um einen inkrementellen Prozess handelt und auch kleine Bemühungen hilfreich sein können. Einen geringen Teil der Einnahmen für wohltätige Zwecke zu spenden ist bereits ein positiver Schritt und kann langfristig neue Perspektiven der Involvierung eröffnen.

Zugleich gilt es, die eigenen Mitarbeiter in den Prozess zu integrieren. Eine Möglichkeit hierfür ist die Schaffung einer Arbeitsgruppe, die die Initiative entwirft und betreut. Auch ist es möglich, den Mitarbeitern die Auswahl der Sache zu überlassen, für die sich das Unternehmen einsetzt. Dies garantiert Zufriedenheit und stärkt das betriebsinterne Klima und Zusammengehörigkeitsgefühl. Zugleich wird damit verhindert, dass Misstrauen gegenüber den sonst häufig üblichen Hinterzimmerentscheidungen entsteht.

Schließlich ist es wichtig, dass Unternehmen offen über ihr Engagement sprechen und es bewerben. Verbraucher zu informieren führt zum einen zu besseren Verkaufszahlen. Zum anderen setzt es ein positives Beispiel für andere Unternehmen.

Photo by Ben White on Unsplash

Saisonkalender Februar – Kohl und Porree

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Saisonkalender Februar (Porree)

Gibt es überhaupt etwas, dass im Februar im Freiland wächst? Unser Saisonkalender Februar zeigt die kleine aber feine Auswahl an heimischem Obst und Gemüse, die die geringste Klimabelastung versprechen.

Und ja, es ist leider nicht viel. Der Saisonkalender Januar war schon kurz und jetzt wird es tatsächlich noch ein bisschen weniger – aber Kopf hoch und Augen auf, der Frühling naht.

Saisonkalender Februar – Obst im Februar

Saisonales Obst im Februar mit geringer bis mittlerer Klimabelastung (tendenziell eher Lagerware):

  • Äpfel

Tja, laut Verbraucherzentrale fällt jetzt im Saisonkalender Februar im Vergleich zum Januar die Birne als saisonales Obst leider weg. Der Apfel bleibt also das einzige Obst mit einer guten Klimabilanz und sollte daher auch immer ein wichtiger Teil der nachhaltigen und ausgewogenen Ernährung sein.

Saisonkalender Februar – Gemüse im Februar

Wie sieht es mit Gemüse im Februar aus? Ja, auch immer Februar ist dominiert immer noch der Kohl. In der unten stehenden Übersicht findet ihr die Auswahl des Kohls mit der geringsten Klimabelastung, daher baut diese Sorten gerne oft in eure Essenplanung mit ein.
Alltagstipp: Für mehr Abwechslung sucht gezielt nach Rezepten verschiedener einzelner Kohlarten wie bspw. den „Grünkohl“. Das erweitert das Rezepte-Spektrum der eigenen Erfahrungen im Vergleich zur generischen Suche nach „Kohl“.

Saisonales Gemüse im Februar mit sehr geringer Klimabelastung:

  • Grünkohl (Freiland)
  • Porree / Launch (Freiland)
  • Rosenkohl (Freiland)

Saisonales Gemüse im Februar mit geringer bis mittlerer Klimabelastung:

  • Kartoffeln
  • Kürbis
  • Möhren / Karotten
  • Weißkohl
  • Spitzkohl
  • Pastinaken
  • Chicorée
  • Chinakohl
  • Feldsalat
  • Rettich
  • Rote Beete
  • Rotkohl
  • Schwarzwurzeln
  • Sellerie / Knollensellerie
  • Steckrüben / Kohlrüben
  • Wirsingkohl
  • Zwiebeln

Saisonales Gemüse im Februar mit hoher Klimabelastung (Produkte aus beheizten Gewächshäusern)

    • Gurken (Salatgurken und Minigurken)

Bei den saisonalen Salaten gibt es im Februar wie im Januar auch die Auswahl zwischen Feldsalat und Rucola.

Saisonkalender Februar – Gemüse des Monats: Porree

Unser Gemüse des Monats ist im Februar der Porree. Während es bspw. beim Grünkohl auf Lecker.de über 90 Gerichte gibt, sind es beim Porree tatsächlich über 300 Rezepte über 300 Rezepte (Lecker.de)! Man könnte also fast ein gesamtes Jahr lang neue Porree-Rezepte testen. Kaum zu glauben, oder?

Porree/Lauch ist aber nicht nur vielseitig einsetzbar, sondern auch „Regrowing-fähig“. Regrowing  bedeutet, dass man die Knolle einfach in ein Glas stellen kann und der Porree wieder nachwächst – direkt super regional zuhause in der Küche sozusagen.

Weiter lesen:

Hintergründe warum wir saisonales und regionales Obst und Gemüse so gut finden, findet ihr am Ende des Saisonkalenders Januar. Zudem lest Euch gerne unsere 7 Tipps zu einer nachhaltig ausgewogenen Ernährung durch und versucht Schritt für Schritt eure Ernährung nachhaltiger zu gestalten.

Hier geht es übrigens weiter mit Saisonkalender März!

Quelle: Verbraucherzentrale – Heimisches Obst und Gemüse (Zugriff am 30.12.2019)

Kolumne zum Kotbeutel

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Hundekotbeutel bedeuten oft Umweltverschmutzung

Es geht um Hundekotbeutel und Umweltverschmutzung um genau zu sein und kommen wir direkt zur Frage aller Fragen: Warum zum ********** Kuckuck verpackt jemand (eigentlich organischen) Hundekot in Plastikbeutel und lässt sie dann an gleicher Stelle liegen oder schmeißt sie ins Gebüsch?

Wer das auch nicht versteht, dem kann ich mit dieser Kolumne vielleicht ein bisschen weiterhelfen. Denn lachen soll ja bekanntlich helfen, auch wenn es eigentlich nicht zum Lachen ist…

Viel Spaß auf jeden Fall beim Lesen des 4. Teil meiner Nachhaltigkeits-Kolumnen-Rubrik.

Hundekotbeutel – Umweltverschmutzung, aber ich glaube an das Gute im Menschen

Hundekotbeutel liegen lassen? Umweltverschmutzung pur. Und Sinnlos. Ich kann es einfach nicht verstehen – vielleicht weil ich kein Hundebesitzer bin?!

Denn jeder weiß doch, dass Hundekot selbst circa geschätzte 100.000.000 Mal besser verrottet als Plastik oder etwa nicht?

Ich bin auf jeden Fall aber ein Mensch, der grundsätzlich an das Gute im Menschen glaubt und genau aus diese Grund habe ich mir mögliche Szenarien überlegt, warum so etwas doch passiert. Ich habe viel darüber nachgedacht und mein Hirn zermartert. Stolz präsentiere ich die EINZIGEN 4 SZENARIEN, die es auf dieser Welt gibt, in denen es THEORETISCH dazu kommen könnte, dass ein zuvor aufgesammelter Hundehaufen samt Plastik in der Natur liegen bleibt.

4 Szenarien wie Hundekotbeutel im Wald landen könnten

  1. Szenario: Die Frau des Hundebesitzers ist hochschwanger, die Fruchtblase platzt beim Waldspaziergang und muss gestützt werden. Da kann der Gassibeutel schon mal aus Versehen in der Natur landen.
  2. Option: Eine Killerdrohne kreist um den Hundebesitzer und droht gerade mit einem Zerstörungslaser zu schießen. In so einem Fall würde ich auch versuchen mit dem Hundebeutel die Drohne abzuwerfen.
  3. Szenario: Der Hundebesitzer ist eigentlich begeisterter Plogger, also ein Jogger, der gerne Müll von anderen einsammelt. Just an diesem Tag hat er so viel Müll gesammelt, dass er sich entscheiden muss zwischen dem randvollen 50-Liter-Müllsack, den er im Wald gefüllt hat oder seinen eigenen Hundekotbeutel (der unter keinen Umständen mehr in den großen Sacke passt). Möglich oder?
  4. und letztes Szenario: Ein Taschendieb entreißt dem Hundebesitzer den vollen (eigentlich sorgfältig verpackten) Gassibeutel aus der Jackentasche in der Hoffnung einen Diamantencoup gelandet zu haben. Nachdem der Dieb den Fehler (noch im Wald stehend und ohne Mülleimer in der Nähe) bemerkt, schmeißt er den Beutel aus Wut über sein Pech und aus Wut über Greta in die Natur.

Wie ihr merkt sind diese Szenarien realistisch und helfen mir im Alltag sehr beim Thema Frustbewältigung über die Umweltverschmutzung durch Hundekotbeutel hinweg.

Weitere lustige Fakten zum Thema Hundekotbeutel und Umweltverschmutzung gefällt?

Was mir bei meinem Frust auch noch hilft sind die spannenden Suchanfragen, die Suchmaschinen zum Thema “Hundekotbeutel” finden – die da wären:

  • Hundekotbeutel mit Duft (Wahlweise Vanille-Chai-Latte oder Auto-Duftbaum?)
  • Hundekotbeutel mit Logo (Wer träumt da nicht von?)
  • Hundekotbeutel am Hund befestigen (Jawollo, soll er mal endlich selbst tragen und wegschmeißen, der faule Hund)
  • Hundekotbeutel nähen (Macht aus meiner Sicht nur Sinn, wenn man ihn aus Nachhaltigkeitsgründen auch mehrmals benutzen würden. Daher eher nicht so zukunftsfähig, oder?)
  • Hundekotbeutel rosa (#habenwill #gendervorurteilebekämpfenabernichtbeimhund)
  • Hundekotbeutel Darmstadt (—–)
  • Hundekotbeutel in der Natur entsorgen (Ähhhh…. NEIN!)

Welche Hundekotbeutel sind umweltfreundlich?

So richtig 100%ig leider noch keiner. Aber trotzdem will ich jetzt am Ende noch eine Lanze brechen zum Thema Nachhaltigkeit. Denn die Suchanfragen zeigen hier wirklich vielseitige Bedürfnisse aus. Offenbar gibt es auch viele Hundebesitzer, die keine Lust mehr auf die kleinen schwarzen Plastiksünden haben. Diverse Suchanfragen nach biologisch abbaubaren bzw. wasserlöslichen und umweltfreundlichen oder recyclebaren Hundekotbeuteln zeigen das wachsende Interesse. Auch gezielte Suchen nach plastikfreien Gassibeuteln aus Papier, Mais/Maisstärke oder Rohrzucker gibt es.

Unsere Empfehlung nach nachhaltige bzw. umweltfreundliche Hundekotbeutel sind: Hundekotbeutel aus Bioplastik (z.B. aus Maisstärke von Pet Poo Bags*), weil sie in der Natur liegend kein Mikroplastik verursachen.

Aber Achtung: Bioplastik gehört laut Abfallunternehmen nicht in die Biotonne, weil es sich zu langsam zersetzt. Daher werden sie meist von den Anlagen als Plastik aussortiert. Daher müssten auch diese Gassibeutel im Restmüll entsorgt werden. Gleiches gilt für Gassibeutel aus Papier bspw. aus recyceltem Papier von Poopick*.

Die Alternativen aus recyceltem Plastik erreichen bei uns Platz 3, weil sie zwar Ressourcen in der Produktion schonen, letztendlich als Einwegprodukt aber ebenso weggeschmissen werden wie handelsüblichen Gassibeutel.

Das “Wichtigste” ist aber, dass ihr das nächste Mal, wenn ihr einen Hundekotbeutel in der Natur seht an die Blitzgeburt, die Killerdrohne, den Plogger und den Dieb denkt. Und vielleicht auch den Hundekotbeutel aufsammelt und wegschmeißt. Die Natur wird es euch danken!

Wenn Du mal wissen willst, wie ein Cleanup allgemein abläuft, findest Du hier einen kleinen Ratgeber.

 

Photo by Sergey Litvinenko on Unsplash

Greenwashing – So täuschen Unternehmen mit einem grünen Image

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Greenwashing – schon öft gehört, aber was ist das eigentlich? Das Thema Umwelt und Umweltschutz ist in den letzten Jahren allgegenwärtig geworden. Dies betrifft nicht allein Erwartungen an die Politik. Es betrifft auch Erwartungen an Unternehmen und Individuen. Viele Menschen bemühen sich mittlerweile, ihren Alltag nachhaltig zu gestalten. Dies betrifft zum einen ihre Freizeitgestaltung, aber auch ihren Konsum und die Maßstäbe, nach denen sie ihr eigenes Verhalten als auch das Verhalten anderer beurteilen. Man recycelt, achtet auf den Energieverbrauch, reduziert die Nutzung von Plastik. Weiterhin gilt es insbesondere für die Bewertung von neuen Produkten, als auch der Unternehmen, die diese Produkte herstellen. Ist die neue Waschmaschine energieeffizient? Wurden meine Früchte nachhaltig produziert und ökologisch angebaut? Wie fair sind die Bedingungen, unter denen meine Kleidung hergestellt wurde? Derartige Fragen haben dafür gesorgt, dass ein ‘grünes’ Image für Unternehmen nicht allein aus ethischer, sondern auch aus geschäftlicher Perspektive wertvoll ist. Während manche Unternehmen deshalb ihre Geschäftspraktiken umgestellt haben, gibt es jedoch auch viele, die ausschließlich versuchen, einen nachhaltigen Eindruck zu erwecken, im Sinne von ‘grüner Schale, schmutziger Kern’. Diese Praxis nennt sich Greenwashing.

Im folgenden Artikel wird zunächst erklärt, worum es sich bei Greenwashing genau handelt. Daraufhin werden eine Reihe an Beispielen hierfür genannt und aufgezeigt, wie man es erkennt und wie Ihr selbst verhindern könnt, darauf hineinzufallen.

Greenwashing – Begriffsklärung und Geschichte

Seinen Ursprung hat der Begriff Greenwashing im Jahr 1986, als der Umweltaktivist Jay Westerveld den Begriff in einem kritischen Essay nutzte, das sich gegen die ‘save the towel’ Kampagne vieler Hotels richtete. Hierbei baten Hotels ihre Gäste darum, im Sinne des Umweltschutzes ihr Handtuch mehr als nur einmal zu benutzen. Dies, so die dahinterliegende Logik, sollte dabei helfen Ressourcen zu sparen und dem Umweltschutz dienen. Gleichzeitig lenkte es jedoch von den vielen Aktivitäten ab, bei denen Hotels Ressourcen verschwendeten und umweltschädlich agierten. Ein Handtuch zweimal zu benutzen habe hingegen höchstens den positiven Effekt, dass es dem Hotel Geld spart. Dieses Beispiel illustriert die grundsätzliche Logik des Greenwashings. Unternehmen verwenden hierbei mehr Zeit und Geld darauf, sich selbst als umweltfreundlich zu präsentieren, als darin, tatsächlich umweltfreundlich zu sein. Es ist eine Marketingtaktik, die darauf abzielt Verbraucher, die auf Nachhaltigkeit Wert legen, zu täuschen und zum Kauf des eigenen Produkts anzuregen.

Zu der Zeit als Jay Westerveld den Begriff prägte, war das Internet noch nicht weit verbreitet. Das Radio, Zeitung und Fernsehen waren die Hauptinformationsquellen, durch die Menschen sich informierten. Das Überprüfen der Angaben von Unternehmen war demnach schwerer und umständlicher. Zugleich nutzten Unternehmen, wie der amerikanische Ölproduzent Chevron, das Format, um in teuer produzierten Werbekampagnen ihre Umweltfreundlichkeit darzustellen. In einer mittlerweile berüchtigten Kampagne namens ‘People Do’ (Leute machen, grob übersetzt) stellte das Unternehmen seine Mitarbeiter als Umweltaktivisten vor, die Bären, Schmetterlinge und Seeschildkröten schützten. Doch auch heutzutage, in Zeiten in denen fast jeder Mensch ein Smartphone besitzt, kommt die Praktik noch häufig vor.

Aktuelle Beispiele für Greenwashing

Infolge der erweiterten Möglichkeiten, die sich einzelnen Verbrauchern bieten um die Angaben von Unternehmen zu prüfen, haben sich deren Taktiken in den letzten Jahren verändert. Das berühmteste aktuelle Beispiel für Greenwashing ist der Abgasskandal. Hierbei fand man heraus, dass die Autos von VW deutlich höhere Emissionen hatten als von VW angegeben. VW benutzte hierbei eine Software, die den eigentlichen Verbrauch und Schadstoffausstoß verdeckte. Zur gleichen Zeit warb VW aggressiv mit dem niedrigen Verbrauch ihrer Fahrzeuge und bewarb deren Umweltfreundlichkeit. Nach und nach stellte sich heraus, dass nicht allein der VW-Konzern sich des Betrugs schuldig gemacht hatte. Auch bei anderen Autoherstellern, wie Audi, Fiat oder Mercedes wurde publik, dass die Ausstoßwerte mancher Fahrzeuge deutlich über den Herstellerangaben und über den erlaubten Maximalwerten lagen. Mit solchen Negativ-Beispielen spielen sie jedoch auch dem Markt der E-Autos in die Hand.

BP & Coca-Cola

Ein anderes bekanntes Beispiel ist der britische Ölproduzent BP, der die Bedeutung seines Kürzels zu ‘Beyond Petroleum’ änderte und, im Sinne der Umwelt, Solaranlagen auf seinen Tankstellen installierte. Coca-Cola wird vorgeworfen, dass sie die Bezeichnung ‘natürlicher Zucker’ benutzen, um umweltbewusste Kunden zum Kauf anzuregen. Der Vorwurf der beiden Unternehmen gemacht wird, ist, dass sie vereinzelte symbolische Aktionen fokussieren, aber ihre grundsätzlichen umweltschädlichen Geschäftspraktiken beibehalten.

Beispiel Umgang mit Einwegplastik

Eines der aktuellsten Beispiele ist der Umgang mit Einwegplastikprodukten. Die Explosion der Plastikproduktion in den letzten 15 Jahren und das zunehmende Bekanntwerden der Effekte haben zu enormer öffentlicher Aufmerksamkeit geführt. Videos von plastikverseuchten Stränden in den Abendnachrichten und Statistiken, die besagen, dass im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische im Meer sein werden, haben die allgemeine Öffentlichkeit erreicht. Als vermeintliche Lösung hierauf wurde Bioplastik präsentiert – Polymere, die sich angeblich selbstständig in der Natur zersetzen. Jedoch verschwiegen viele der Produzenten, dass gewisse Bedingungen vonnöten sind, damit der Zersetzungsprozess vollständig ablaufen kann. In Kombination damit, dass die Produktion des Bioplastiks nicht energiesparender war, handelt es sich hiermit daher um einen aktuellen Fall von Greenwashing. Ein Unternehmen in Australien machte vor wenigen Jahren den Wechsel zu natürlich abbaubarem Bioplastik. Im Verbund damit fand eine große Kampagne statt, die auf die Nachhaltigkeit des Unternehmens hinwies. Erst als eine zivilgesellschaftliche Verbraucherschutzagentur das Unternehmen für seine Behauptungen verklagte und Recht bekam, stellte dieses die Praktik ein.

Tipps und Hinweise

Während es, wie im Falle VWs, nicht immer möglich ist als einzelner Verbraucher betrügerische Unternehmenspraktiken aufzudecken, gibt es Hinweise, auf die sich zu achten lohnt. Bei Eurem nächsten Einkauf, ob im Supermarkt oder beim Kleiderkauf, macht es Sinn, die folgenden Dinge im Kopf zu behalten. Als erste gilt, stets nicht allein auf die Verpackung zu achten, sondern auch die Angaben auf der Rückseite der Verpackung zu betrachten. Dies gilt insbesondere für Lebensmittel. Welche Inhaltsstoffe sind tatsächlich vorhanden? Wo wurde das Produkt hergestellt? Lasst Euch nicht von natürlichen Farben und Bildern von glücklicher Landbevölkerung und schönen Landschaften täuschen. Als nächstes gilt es, auf suggestive Sprache zu achten. Begriffe wie umweltfreundlich, nachhaltig etc. sind nicht offiziell reguliert und können daher von Herstellern freizügig verwendet werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nachhaltigkeit des Unternehmens selbst. Eine Energiesparlampe, die in einer schmutzigen Fabrik hergestellt wird, oder von einem Unternehmen, dass für umweltschädliche Praktiken bekannt ist, ist nicht nachhaltig. Schließlich gilt noch auf die Verständlichkeit von Angaben zu achten. Wenn Fachsprache verwendet wird, oder Behauptungen gemacht werden, aber nicht bewiesen werden, gilt es vorsichtig zu sein.

Ausblick

Obgleich manches Greenwashing nicht absichtlich erfolgt und auf einen Mangel an Wissen oder Achtsamkeit von Unternehmen zurückzuführen ist, bleibt der Schaden bestehen. Eines der Hauptprobleme hierbei ist, dass es von echten Problemen ablenkt, die angegangen werden müssten. Stattdessen richtet sich die Aufmerksamkeit auf vermeintliche Modeprobleme, hervorgerufen durch fehlerhafte Angaben in der Werbung. Gleichzeitig muss in vielen Fällen zudem von absichtlicher Täuschung von Seiten der Unternehmen ausgegangen werden. Verbrauchern kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu. Zum einen gilt es sich individuell über das Problem an sich und einzelne Produkte zu informieren. Zum anderen hat man durch sein Kaufverhalten die Möglichkeit Unternehmen, die sich der Praxis schuldig machen, zu bestrafen und verantwortliche Unternehmen zu belohnen.

Photo by Dose Media on Unsplash

Trendgetränk Ingwer-Shot: selber machen statt kaufen

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Bio Ingwer Shots selber machen

Spoiler: Du brauchst Ingwer Shots nicht Online oder im Supermarkt kaufen, sondern kannst wirklich ganz einfach Bio Ingwer-Shots selber machen.

Ich stoße immer wieder auf Dinge, die ich preislich überteuert finde und die ich daher immer selbst machen würde. Aktuelles Beispiel ist dazu ein winterliches Trendgetränk: Der Ingwershot (Ginger Shot). Besteht im Grunde einfach nur Zitrone, Ingwer und Honig, wird jedoch in Bioqualität (z.B. von Kloster Kitchen*) für bis zu 60 Euro pro Liter verkauft! Kann man machen… Oder man macht den Ingwershot selber und spart damit mindestens Geld und Verpackung. Und man kann im Idealfall, wie bei mir, noch alte Bio-Zitronen verwerten und rettet sie vor dem Schlechtwerden.

Einfaches 3-Zutaten-Rezept zum Bio-Zitrone-Ingwer Shot mit Honig

Kennt ihr den Moment, wenn das Obst oder Gemüse von einen Tag auf den anderen alt aussieht? Passiert bei mir immer wieder mal – und weil ich aus Nachhaltigkeitsgründen keine Lebensmittel wegschmeißen will, muss dann sofort gehandelt werden. In meinem Fall “musste” ein Rezepte mit Zitronen her und in so einem Fall mache ich im Winter gerne einen einfachen Ingwershot mit Zitrone und Honig, die wir passenderweise auch im Haus hatten

Rezept: Bio Ingwer Shot selber machen mit nur 3 Zutaten

  1. Saft von 2 großen oder 3 kleinen Bio-Zitronen
  2. 20 Gramm Bio-Ingwer (geschält und in kleine Stücke geschnitten)
  3. 3 Esslöffel Bio-Honig

Alles pürieren und direkt Genießen. Fertig.

Tipp 1: Wer zu faserigen Ingwer hat, kann vorher alles durch ein feines Sieb geben. Alles was vom Ingwershot nicht direkt getrunken wird, dann am besten direkt in ein sauberes (!) Schraubglas geben. Gekühlt sollten die Ingwer-Shots 4-5 Tage halten, sodass ihr die ganze Arbeitswoche morgens gesunde Shots genießen könnt.

Tipp 2 für Eltern: Der Ingwer-Shot schmeckt schon extra scharf, daher verdünne ich ihn vor dem Trinken bei den Kindern manchmal mit Wasser.

Tipp 3: Optional kannst Du deinen Ingwer Shot noch verfeinern zum Beispiel mit Kurkuma oder Pfeffer. Diese Rezepte werden aber erst hier ergänzt, wenn wir ein für uns perfektes Rezepte gefunden haben.

Extra-Tipp: So wird dein Ingwer Shot vegan

Unser Rezept oben ist vegetarisch und nur auf den ersten Blick vegan. Denn Honig zählt nicht als veganes Lebensmittel (siehe PETA Quelle unten).

Unser Tipp dazu: Wenn Du einen veganen Zitronen-Ingwer-Shot selbst machen willst, dann wähle statt Honig zum Beispiel Agavendicksaft oder Ahornsirup.

Hilft der Ingwershot wirklich als Immunbooster?

Dazu kann ich ein Video von Quarks empfehlen, die sich genau mit dieser Frage beschäftigt haben. Belegt ist demnach vor allem der positive Effekt von Ingwer gegen Übelkeit und Erbrechen, ebenso Reisekrankheiten und Magen-Darm-Beschwerden.

NICHT nachgewiesen ist laut diesem Video jedoch die Stärkung des Immunsystems oder die erkältungsvorbeugende Wirkung von Ingwer.

Wichtig ist laut Quarks auf jeden Fall den Ingwer als Ganzes zu verwenden, weil die Wirkstoffe der Knolle nur schwach wasserlöslich sind, das bedeutet, dass ein Ingwer-Shot mehr Wirkstoffe haben sollte als ein Ingwer-Tee mit derselben Menge Ingwer.

Fazit zum Bio Ingwer Shot selber machen

Vor allem, wenn ich Ingwer oder Zitronen verwerten will, werde ich auch weiterhin meine eigenen Bio Ingwer Shots selber machen! Auch wenn ich es keinen richtigen Beweise für den Ingwershot als Immunbooster gibt, schadet es nicht, sich mit unverarbeiteten gesunden Lebensmitteln etwas Gutes zu tun.

Und wenn dir deine Bananen zu braun sind, kannst du hier lesen, wie Du Bananen ganz einfach zu Eiscreme verwerten kannst. Wer die ausgepressten Zitronenhälften dann auch noch einfriert, kann diese dann nutzen, wenn er für ein Gericht einmal geriebene Zitronenschalen benötigt – auch nachhaltig!

Ob mit Ingwer Shot oder Bananeneis, kommt gesund durch den Winter!

Quellen:
https://www.peta.de/honig (Zugriff am 30.1.2020)
Quarks (Zugriff am 30.1.2020)

Saisonkalender Januar – Was gibt es außer Kohl?

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Saisonkalender-Januar-Rosenkohl
Saisonkalender Januar - was gibt es außer Kohl?

Jeder weiß, dass im Januar draußen nicht viel wächst. Wer sich trotzdem fragt, welches Obst und Gemüse aus nachhaltiger Sicht am besten genossen werden kann, findet in unserem Saisonkalender Januar eine einfache Übersicht. Und Spoiler: Es gibt nicht nur Kohl!

Wir zeigen jeden Monat, welches heimische Obst und regionale Gemüse es gibt und welche Lagerware die Auswahl vor allem in den Wintermonaten erweitert. Zusätzlich küren wir jedes Jahr ein Gemüse des Monats und hoffen Euch damit Inspiration für einen gesunden Start ins neue Jahr zu geben.

Ganz unten findet ihr auch eine Übersicht zu allen Saisonkalendern durch das Jahr oder HIER direkt zur Saisonkalender-Übersichtsseite.

Saisonkalender Januar – Obst im Januar

Okay, wir haben jetzt wirklich Januar. Ganz klar, dass die Auswahl an regionalem und saisonalem Obst im Januar kleiner ist als in den Sommermonaten, aber welches Obst gibt es überhaupt? Im Grunde tatsächlich in Deutschland nur folgende zwei nachhaltigen Alternativen.

Saisonales Obst im Januar mit geringer bis mittlerer Klimabelastung (tendenziell eher Lagerware):

  • Äpfel
  • Birnen

Saisonkalender Januar – Gemüse im Januar

Wie sieht es mit Gemüse aus im Januar? Spontan ist im Winter ja immer “Kohlzeit”, aber welchen Kohl gibt es und was für nachhaltige Alternativen gibt es sonst noch im Saisonkalender Januar?

Saisonales Gemüse im Januar mit sehr geringer Klimabelastung:

  • Grünkohl (Freiland)
  • Porree / Lauch (Freiland)
  • Rosenkohl (Freiland)

Saisonales Gemüse im Januar mit geringer bis mittlerer Klimabelastung:

  • Kartoffeln
  • Kürbis
  • Möhren / Karotten
  • Weißkohl
  • Spitzkohl
  • Pastinaken
  • Chicorée
  • Chinakohl
  • Feldsalat
  • Rettich
  • Rote Beete
  • Rotkohl
  • Schwarzwurzeln
  • Sellerie / Knollensellerie
  • Steckrüben / Kohlrüben
  • Wirsingkohl
  • Zwiebeln

Bei den saisonalen Salaten gibt es im Januar die Auswahl zwischen Feldsalat und Rucola, die mit geringer bis mittlerer Klimabelastung in Deutschland angebaut werden können.

Saisonkalender Januar – Gemüse des Monats

Unser saisonales Gemüse des Monats? Der Rosenkohl!

“Auf keinen Fall!”, sagen jetzt die einen. “Oh ja, super!”, die Anderen. Der Rosenkohl ist geliebt wie gehasst und trotzdem auf meiner persönlichen Liste im Januar ganz oben.

Warum gewinnt der Rosenkohl? Weil er nicht nur mit einer geringen Klimabelastung aufwarten kann, sondern weil er mich neu als Ofengemüse überrascht hat. Danke für den Tipp an meine Exkollegin Sophia.

Zubereitungs-Inspiration für Rosenkohl: Früher habe ich den Rosenkohl immer geputzt, unten in den Struck ein kleines Kreuz reingeschnitten, damit er schneller gar wird. So habe ich es von meinen Eltern übernommen. Und jetzt kam Sophia und meinte mittags einmal nebenbei, dass sie den Rosenkohl einfach halbiert und aufs Blech legt, leicht mit Öl und Salz überstreut. Weil ich ein absoluter Fan von Ofengemüse bin, ist der Rosenkohl sofort aufgenommen worden und landet nun sehr regelmäßig neben gemischtem Gemüse auf dem Blech.

In welchem Team seid ihr? Team Rosenkohl oder Rosenkohl-Gegner?

Meine Theorie ist ja, dass man bei vier Leuten am Tisch immer mindestens eine Person von beiden extremen hat – testet das gerne mal aus.

So – und zum Abschluss noch ein Bitte. Wenn ihr Rosenkohl lange nicht mehr gegessen habt, dann gebt ihm noch eine Chance – als saisonales deutsches Superfood. Ganz wichtig dabei: bitte, bitte selbst zubereiten, weil ich ihn bspw. in Kantinen oft schlecht zubereitet finde. Eigentlich ist es nämlich total simpel und trotzdem ist er mir, wenn ich ihn nicht zuhause esse oft zu bitter. Als aller letzten Tipp für Rosenkohl-Skeptiker: am besten ganz kleine Rosenkohl auswählen, denn dieser ist der eigenen langen Erfahrung nach nicht so bitter wie die Großen.

Die Rosenkohl Nährstoffe pro 100g überzeugen aus meiner Sicht übrigens auch:

  • viele Ballaststoffe (4,4 g)
  • viel Vitamin C (112mg), zudem Vitamin A und B-Vitamine
  • viel Eisen (1,1g)
  • wenig Fett (0,4g)

Warum ist regional und saisonal so nachhaltig?

Hier einmal ein paar Informationen zum Hintergrund, warum wir regionales und saisonales Obst und Gemüse in unseren 7 Tipps zu einer nachhaltig ausgewogenen Ernährung aufgenommen haben.

Wir beziehen uns bei der Bewertung vor allem auf den Energiebedarf – dabei wird positiv bewertet, wenn das Obst und Gemüse wirklich frisch angebaut wird und daher wenig Energie braucht um bspw. gelagert zu werden. Bei der Lagerung fällt dann zusätzlich ins Gewicht, wenn die Lagerung in beheizten Gewächshäusern stattfindet.

Da wir in der Übersicht ausschließlich heimisches bzw. regionales Obst und Gemüse aufgenommen haben, entfallen in diesem Vergleich die Transport-Emissionen, die beim Thema Nachhaltigkeit natürlich auch eine Rolle spielen – ebenso wie die Verpackung, die hier ebenfalls unberücksichtigt bleibt. Bei beidem gilt aber grundsätzlich “weniger ist mehr” also weniger Verpackung ist besser und je näher desto besser. Das kann in Rheinland-Pfalz natürlich auch mal die Tomate aus den Niederlanden sein, die man ohne schlechtes Gewissen essen darf 🙂

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass es im Saisonkalender Februar leider noch nicht viel besser wird mit der Auswahl, aber Kopf hoch und fleißig Rosenkohl essen!

Saisonkalender Januar bis Dezember

  1. Januar Saisonkalender (Kohlsaison)
  2. Saisonkalender Februar (Porree)
  3. März Saisonkalender (Kartoffel kreativ kombinieren)
  4. Saisonkalender April (Spargelzeit beginnt)
  5.  Mai Saisonkalender (Erdbeerzeit beginnt)
  6. Saisonkalender Juni (Erdbeerzeit in vollem Gange)
  7. Juli Saisonkalender (u.a. Johannisbeeren)
  8. Saisonkalender August (u.a. Waldhimbeeren)
  9. September Saisonkalender (Apfelsaison)
  10. Saisonkalender Oktober (Spitzkohl und Kohlsaison)
  11. November Saisonkalender (z.B. Kürbis)
  12. Saisonkalender Dezember (Grünkohl mal anders)

 

Quelle:
Verbraucherzentrale – Heimisches Obst und Gemüse (Zugriff am 30.12.2019)
Eatsmater – Warenkunde Rosenkohl (Zugriff am 01.01.2020)

 

Ausmisten – mit weniger Besitz ins neue Jahr!

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Der Jahreswechsel ist eine gute Gelegenheit, um sich von altem Kram zu entlasten und Besitz loszuwerden. Einfach mal gründlich ausmisten und aufräumen! Dabei ist es sehr hilfreich, sich darüber Gedanken zu machen, welche Besitztümer wirklich nützlich und notwendig sind.

Konsum und Besitz – schlecht für die Umwelt

An dieser Stelle möchte ich zunächst auf unser Konsumverhalten eingehen. Heutzutage sind wir es gewohnt, alles und überall zu bekommen. Besonders in Zeiten von Amazon lässt sich jeder Wunsch innerhalb von Minuten erfüllen. Das führt dazu, dass wir Dinge kaufen, die wir eigentlich gar nicht brauchen. Sind wir mal ehrlich: wer von uns benötigt denn immer alle zwei Jahre ein neues, aktuelles iPhone?

Dieser Konsum und die ständige Verfügbarkeit von Dingen geht zu Lasten der Umwelt. Durch die Produktion der Massenwaren werden viel zu viele Rohstoffe, Energie, Wasser und Arbeitskraft benötigt. Kleidung landet oft im Restmüll, wird somit verbrannt und dem Wertstoffkreislauf entzogen. Dabei entsteht viel zu viel CO2. Schätzungsweise wird der Schuh- und Bekleidungsindustrie 8 Prozent des weltweiten CO2-Austoßes zugeordnet.

Am Ende hat der Verbraucher die Macht und kann durch gezielten und reduzierten Konsum seinen Teil dazu beitragen.

Schritt für Schritt

Es gibt viele Vorgehensweisen, seine Wohnung auszumisten. Miste am besten in kleinen Schritten aus. Heute die Kommode, morgen die Küche, dann der Kleiderschrank. Man kann sich auch einen Plan erstellen, was man wann entrümpeln möchte.

Tipp: Damit das Ausmisten nicht zum Dauerprojekt wird, sollte man feste Termine von maximal drei bis vier Stunden in den Kalender eintragen. Mit guter Musik und ausreichend Trinken oder Snacks macht das auch noch viel Spaß. Wem das noch nicht reicht, kann sich gerne mit Freunden zusammen tun. Zusammen macht ja bekanntlich alles mehr Spaß.

Was brauche ich wirklich?

Jetzt mal ehrlich: wie viel Prozent an Kleidung, Büchern und Haushaltsgeräten braucht ihr wirklich? Wenn man sich intensiv mit dem Thema beschäftigt, fällt einem der eigene Konsumwahn in der Vergangenheit auf. Regelmäßig shoppen, ohne sich damit auseinanderzusetzen was man wirklich braucht oder ohne vorher auszusortieren.

Besonders beim Ausmisten des Kleiderschrankes kann man sich bei einigen Dingen oft fragen:

  • Was zieht man gerne und oft an bzw. was wird oft benutzt?
  • Welches Gefühl löst das Kleidungsstück in mir aus?
  • Passen die Sachen noch zur Größe und dem Stil?

Wenn Kleidungsstücke lange nicht getragen wurden und sie kein positives Gefühl hervorrufen, kann man sie gerne weggeben. Wenn ich mir manchmal nicht sicher bin, dann packe ich meine Kleidung in einen Sack und stellen ihn in die Ecke. Es ist bisher noch nie vorgekommen, dass ich die Kleider von dort wieder ausgeräumt habe.

Rückblick

Am Ende erleichtert es sehr sich mit Konsum, Verzicht und Ausmisten auseinanderzusetzen – einerseits die Wohnung, aber auch die Psyche. Ich fand den unnötigen Besitz von Dingen psychisch belastend und wollte meine Wohnung nur auf die wichtigsten Dinge reduzieren. Beim zukünftigen Kauf von Sachen achte ich nun mehr auf Qualität, Herkunft und Nachhaltigkeit. Weiterhin frage ich mir vor jedem Kauf, ob ich das wirklich brauche. Wenn ich mir nicht sicher bin, kaufe ich erst mal nicht und schlafe noch mal 2 Nächte darüber.

Quellen:

https://www.n-tv.de/ratgeber/Tipps-zum-Entruempeln-und-Ausmisten-article20776157.html [Zugriff am 30.12.2019]

https://fashionchangers.de/2019/09/17/klimawandel-und-mode-wie-sehr-unser-konsum-das-klima-beeinflusst/ [Zugriff am 30.12.2019]

Photo by Amanda Vick on Unsplash

Ja, auch Garden Gourmet gehört zu Nestlé

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Incredible Burger von Garden Gourmet (Nestlé)

Diese Info hat mich letztens selbst total überrascht: die Veggie-Marke Garden Gourmet gehört zum Nestlé Konzern. Und hier noch eine überraschende Info: Wusstest Du, dass Nestlé mit seinem “Garden Gourmet Incredible Burger”-Patty auch McDonalds mit dem “Big Vegan TS” ausstattet?

Beim Design dachte ich spontan auf jeden Fall nicht an Nestlé. Die Kennzeichnung “Reg. Trademark of Société des Produits Nestlé S.A.” findet sich auch nur sehr klein unter den Nährwertinformationen. Auf der Website findet sich ganz unten links der Hinweis auf den Nestlé-Konzern. Vertrieben wird die Marke “Garden Gourmet” übrigens über die Firma “Tivall Deutschland GmbH”, die zu Nestlé gehört.

Warum gehört Garden Gourmet zu Nestlé?

Nestlé ist wie gesagt einer der größten Konzerne der Welt – wenn ein Unternehmen weltweite Foodtrends aus den eigenen Umsätzen ableiten kann, dann sicher Nestlé. Wie man bspw. auch in den steigenden Bio-Marktanteilen und an der Vielfalt in den Regalen sehen kann, ist zu erwarten ist, dass vegetarische und vegane Produkte in Zukunft einen Milliardenumsatz in Deutschland generieren werden.

In einem Interview dazu gibt Christian Adams (Marketingverantwortlich für Garden Gourmet von Nestlé) an, dass Deutschland ein führender Markt für vegetarische und vegane Foodtrends ist und ergänzt:

“Weltweit rechnen wir damit, dass sich vegane Produkte wie der Garden Gourmet Incredible Burger zu einem Milliarden-Umsatz-Markt entwickeln.”

Das Investment von Nestlé in Veggie-Produkte bestätigt also grundsätzlich einen sehr positiv zu bewertenden Trend.

Gegründet wurde die Marke Garden Gourmet übrigens 1986 in Isreal, weshalb sie selbst mit über 30 Jahren Erfahrung werben. Nestlé investierte bereits früh in die Marke, bevor sie sie 2007 übernamen.

Welche Marken gehören Nestlé Konzern?

HIER eine aktuelle Übersicht aller Marken des Konzern. Da einige Marken des Konzerns nicht in Deutschland erhältlich sind, habe ich die bekanntesten in Deutschland erhältlichen Marken von Nestlé alphabetisch sortiert:

  • After Eight
  • Beba
  • Beneful
  • Buitoni
  • Caro Kaffee
  • Choclait Chips
  • Choco Crossies
  • Felix
  • Gourmet (Tierfutter)
  • Garden Gourmet
  • Herta
  • KitKat
  • Lactalis
  • Lion
  • Maggi
  • Nescafé
  • Nespresso
  • Nesquik
  • Nestlé Frühstück-Cerealien wie Cini Minis, Lion Cereals oder Cheerios
  • Pro Plan
  • Purina One
  • Rolo
  • Smarties
  • Special.T
  • Thomy
  • Vittel
  • Wagner
  • Yes Torty

Welche Alternativen gibt es zu Nestlé?

Wer Nestlé Produkte vermeiden möchte, der hat vor allem beim Wasser hier in Deutschland eine super Option: nämlich einfach Leitungswasser trinken. Das spart Verpackung und Transport und ist somit viel nachhaltiger als alle Produkte im Supermarkt.

Beim Thema Pizza, am besten nicht zur Original Wagner Pizza greifen, denn die gehört auch zu Nestlé 🙂

Nein, Spaß beiseite: es gibt immer eine Alternative. Auf Vegan-Welt findet ihr eine super Übersicht der Produzenten von Fleischersatzprodukten und Übersichten von rein veganen Herstellern. Das ist hilfreich, wenn ihr grundsätzlich keine Unternehmen unterstützen wollt, die andere nicht vegane Produkte herstellen.

Fazit zum Thema Garden Gourmet und Nestlé

Allgemein lässt sich sagen, dass sehr viele (vielleicht sogar die meisten) Hersteller der Fleischindustrie sich mit dem Thema Fleischersatzprodukte beschäftigen. Das hat zum Einen natürlich immer auch wirtschaftliche Gründe, grundsätzlich ist dieses Engagement aber auch positiv zu bewerten. Denn mit einer wachsenden Anzahl von Herstellern wächst die Produktvielfalt und der Wettbewerb – es könnte also ein, für uns Konsumenten, positiver Wettbewerb um die besten vegetarischen und veganen Produkte entstehen.

Wie immer bleibt die Frage nach den schlechteren Alternativen. Wenn ihr Euch bewusst nachhaltiger ernähren wollt und in diesem Zusammenhang auch euren Fleischkonsum reduzieren wollt, dann testet gerne auch einmal Fleischersatzprodukte wie die von Garden Gourmet. Denn es ist eine Alternative, mit denen ihr grundsätzlich weniger Co2 verbraucht als mit vergleichbaren Fleischprodukten.

Wenn ihr Euch vegan ernähren wollt und ihr es wichtig findet, dass Hersteller komplett umstellt und keinerlei Tierleid durch die Produktion verursacht, dann haltet Euch an Herstellerliste, wie ihr sie bspw. auch Vegan-Welt finden könnt.

Habt ihr den Incredible Burger schon einmal getestet? Oder den Big Vegan TS? Dann gerne in den Kommentaren dazu Eure Meinung schreiben.

Quellen:
Nestlé Website (Zugriff 18.12.2019)
Vegconomist (Zugriff 18.12.2019)
Golden/Wiki (Zugriff 18.12.2019)

 

Stofftaschentuch vs. Papiertaschentuch

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Stofftaschentuch-vs-Papiertaschentuch
Stofftaschentuch vs. Papiertaschentuch - was ist besser und nachhaltiger?

Stofftaschentuch vs. Papiertaschentuch, was ist besser? Wer gewinnt im Sinne der Nachhaltigkeit? Der „Klassiker“ der Großeltern oder das bequeme „Convenience-Produkt“: das allzeitbereite “Tempo”-Taschentuch aus Papier?

Vorteile vom Stofftaschentuch vs. Papiertaschentuch

Direkt vorab: Wir sehen das Stofftaschentuch ganz weit vorne, weil es fast unendlich oft nutzbar ist. Ich habe schon von einigen Leuten gehört, dass sie von ihren Großeltern gut erhaltene Taschentücher geerbt haben, bzw. diese weiterbenutzen. Nachhaltiger geht es kaum.

Denn die schlechte Ökobilanz, die ein Stofftaschentuch bei der Herstellung hat (z.B. graue Produktionsenergie, Chemikalien der Produktion und by Transportemissionen), relativiert sich bei jeder Nutzung und endet in einem besseren Co2-Abdruck. Je häufiger das Stofftaschentuch benutzt wird, desto besser, weil bei jeder Benutzung Ressourcen geschont werden gegenüber der Nutzung von Papiertaschentüchern. In einem spannenden, detaillierten Vergleich auf Minimalwaste.de gewinnt das Bio-Stofftaschentuch gegen das klassische Papiertaschentuch wie folgt:

Vorteil Bio Stofftaschentuch vs. Papiertaschentuch

  • Bei Energiebedarf bereits nach der 2. Benutzung
  • Bei den Co2 Emissionen bereits nach der 5. Benutzung
  • Beim Wasserverbrauch (leider erst) bei der 616. Benutzung

Zudem ist das Stofftaschentuch so klein, dass es locker noch in jede 60-Grad-Wäsche passt und der Mehraufwand durch das Waschen zu vernachlässigen ist. Denn bei 7g Gewicht und 7kg Fassungsvermögen nehmen sie nur 0,1% der Energie und des Wasserverbrauchs in Anspruch.  Wenn das Stofftaschentuch direkt aus der Waschmaschine kommt und man es direkt aufhängt, braucht man auch keine extra Energie zum Bügeln.

Das Stofftaschentuch ist aus meiner persönlichen Sicht auch weicher als Papier und daher sehr angenehm, insbesondere zu empfindlichen und gereizten Nasen.

Als letzten Vorteil kann man definitiv auch sagen, dass Stofftaschentücher hübscher sind – zumindest als Argument für alle, die nicht auf das strahlendes Weiß von Papier stehen.

Nachteile von Stofftaschentüchern

Ein immer wiederkehrendes Argument sind Ekel, bzw. mangelnde Hygiene. Die Vorstellung ein vollgeschnieftes Tuch in der Hosentasche zu haben widert einige Menschen so stark an, dass die keine Alternative zum Papiertaschentuch sehen.

Mein Tipp dazu: Das Taschentuch nach der Benutzung so zusammenfalten, dass das Nasse innen liegt. Wer einen Rucksack, Hand- oder Wickeltasche dabei hat, kann zudem auch leicht mehrere Stofftaschentücher mitnehmen und die benutzten Taschentücher danach in einen extra Stoffbeutel legen – der dann natürlich auch mit gewaschen wird.

Warum das Papiertaschentuch ökologisch schlechter ist als das Stofftaschentuch

Papiertaschentücher bestehen wie der Name sagt aus Papier und meisten aus frischen Holzbestandteilen (Frischfaserpapier).

Das Papiertaschentuch wird meist nach einmaliger Benutzung direkt weggeschmissen und hat somit alle Nachteile, die Einwegprodukte haben.

Ein weiterer Nachteil ist, dass meist zehn Papiertaschentücher in einer Plastikverpackung eingepackt sind. Und diese Packungen sind dann auch wieder in 10er oder 20er-Gebinden verpackt.

Wir finden: Auch dieses Plastik ist vermeidbar, wenn man sich für Stofftaschentücher entscheidet.

Wer trotzdem nicht auf Papiertaschentücher verzichten kann, der fährt am nachhaltigsten, wenn die Taschentücher aus Recycling-Papier bestehen. Der Grund dafür ist, dass Altpapier bis zu 6x wiederbenutzt werden kann. Achtete beim Kauf zusätzlich auf den blauen Engel als Umweltzeichen der Bundesregierung. Dennoch bleibt es ein Einwegprodukt, wie bspw. auch Wattepads, Küchentücher oder Wattestäbchen, das muss einem klar sein.

Wo bekomme ich die besten Stofftaschentücher?

Mittlerweile gibt es sehr viele Anbieter für Stofftaschentücher. Sie können schlicht weiß sein oder einfarbig und müssen auch nicht so aussehen, wie zu Großvaters Zeiten. 6 große, schicke Herren-Stofftaschentücher gibt es bspw. schon für ca. 9 Euro (z.B. von Royal Quality*) und Stofftaschentücher in Bio Qualität gibt es auch schon für ca. 9,95 Euro (z.B. von Hankiss*)Geht für uns auch als nachhaltiges Geschenk durch 🙂

Premium Bio Stofftaschentücher gibt es natürlich auch, bspw. von Fazinettel*, einem Unternehmen aus Österreich, dass auf 100% Bio Leinenstoff setzt, der zu 100% GOTS zertifiziert ist.

Ein weiterer Vorteil? Man kann Stofftaschentücher selbst nähen. Hier kann man erstes selbst über die Qualität des Stoffs entscheiden, zum anderen kann man im Idealfall auch hier Ressourcen schonen. Einfach alten Baumwollstoff auf die gewünschte Größe zuschneiden und dann per Hand oder mit einer Overlock umsäumen.

Fazit Stofftaschentücher gegen Papiertaschentücher

Auf Stofftaschentücher umsteigen? Finden wir super und wollen alle ermutigen es einmal zu testen. Es muss ja nicht in der Hochphase sein, wenn die Nasen nicht aufhören zu laufen. Aber vielleicht in der restlichen Jahreszeit, wenn man wenig Taschentücher benötigt?

Make Stofftaschentücher great again!

Das Bio-Baumwolltaschentuch gewinnt schon nach wenigen Benutzungen gegen das Papiertaschentuch. Wer nicht auf Papiertaschentücher verzichten will, wählt am besten Recycling-Papier.

Grundsätzlich gilt: Statt neuen Stofftaschentüchern besser gebrauchte Taschentücher kaufen oder auftragen, bzw. in der Familie weitergeben. Denn wer alte Stofftaschentücher nutzt, spart am meisten Ressourcen und hat damit die nachhaltigsten Taschentuchalternative gefunden.