Nachhaltige Weihnachtsbäume

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Nachhaltiger Weihnachtsbaum

Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum – wie schön sind deine Blätter?
Wie wäre es, dieses Jahr einen nachhaltigen Weihnachtsbaum aufzustellen? Einige Weihnachtsbäume werden mit Pestiziden behandelt und haben lange Transportwege hinter sich. Wir stellen nachhaltige Weihnachtsbäume als Alternative vor:

Giftfrei unterm Weihnachtsbaum: Nachhaltige Alternativen

Als ich klein war, war das Schmücken des Weihnachtsbaums für mich immer etwas ganz Besonderes. Gemeinsam mit der Familie wurde er eingekauft und am Heiligabend (zufällig auch noch mein Geburtstag) aufgestellt und geschmückt. Jedes Jahr suchte ich voller Begeisterung viele bunte Weihnachtskugeln und Figuren heraus, um für eine besinnliche Atmosphäre zu sorgen.

So schön diese Erlebnisse aus der Kindheit auch sind, frage ich mich mittlerweile, was mit den Weihnachtsbäumen passiert und welche Auswirkungen die Produktion auf die Umwelt hat.

Plastikbaum oder Bio-Weihnachtsbaum

So viel schon mal vorweg: Der Plastikbaum ist keine Alternative, da er meist aus umwelt- und gesundheitsschädlichem PVC besteht. Darüber hinaus wird er in Fernost produziert und hat somit eine weite, klimaschädliche Reise hinter sich. Außerdem landen Plastik-Weihnachtsbäume trotz mehrfacher Nutzungsmöglichkeiten immer wieder im Müll. Dort werden sie schließlich verbrannt.

  • Der zertifizierte Bio-Weihnachtsbaum stellt eine gute Alternative dar. Er wächst in Mischkulturen auf, ist frei von Schädlingen und wird nicht mit Herbiziden bespritzt. Zudem wurden für ihn ökologische Waldnutzungs-Richtlinien eingeführt. Dadurch wird auf Pestizide, Düngung und Kahlschlag verzichtet (besonders bei Naturland-Weihnachtsbäumen). Die Bio-Weihnachtsbäume sind mit einem Siegel des ökologischen Landbaus (Biokreis, Demeter, Naturland u.v.m.) gekennzeichnet und somit gut erkennbar.
  • Sogenannte FSC-Weihnachtsbäume stammen aus FSC-zertifizierten Wäldern. Dieses Siegel steht für eine umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragfähige Waldnutzung. Streng genommen dürfen aber nur Holzprodukte das FSC-Zertifikat tragen, und Weihnachtsbäume gehören nicht dazu. Doch damit auch diese Waldprodukte das Siegel tragen dürfen, gibt es einen gesonderten NTFP Standard, sodass Aussagen wie „Weihnachtsbäume aus einem FSC-zertifiziertem Forstbetrieb“ zulässig sind.

Regionaler Weihnachtsbaum

Es muss nicht immer die Bio-Variante sein. Auch regionale Forstbetriebe pflanzen Fichten, Kiefern oder Tannen an. Die Bäume haben kurze Transportwege und kommen ohne Pestizide aus. Wer sich für so eine Alternative interessiert, erkundigt sich am besten beim Förster oder Forstamt. Häufig werden an den Adventswochenenden auch besondere Aktionen angeboten, bei dem man sich den Baum selbst aussuchen und schlagen darf. Für das richtige Weihnachtsfeeling ist dort jedenfalls gesorgt!

Weihnachtsbäume mieten

Eine weitere Alternative besteht darin, sich einen Tannenbaum für die Weihnachtszeit zu mieten. Mittlerweile gibt es viele regionale Anbieter, die diesen Service zur Verfügung stellen. Der Baum wird in einem Topf ins Wohnzimmer gestellt, gepflegt und geschmückt. Nach Weihnachten gibst du ihn wieder zurück. Die Anbieter sind mit ihrem Fachwissen in der Lage, den gemieteten Baum bis zum nachfolgenden Weihnachtsfest wieder aufzupeppen. Dadurch entsteht kein Müll, es werden keine Pestizide verwendet, und weite Transporte sind nicht nötig.

Photo by Nathan Anderson on Unsplash

Quellen:

https://www.robinwood.de/schwerpunkte/was-sind-%C3%B6kologisch-zertifizierte-weihnachtsb%C3%A4ume
[Zugriff Dezember 2018]

https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/Tipps-fuer-den-oekologischen-Weihnachtsbaum-_600736_1.html
[Zugriff Dezember 2018]

https://www.familie.de/kind/gruener-weihnachtsbaum-1273673.html
[Zugriff Dezember 2018]

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