Start Blog Seite 8

Aktion #netzgegenplastik unterstützt Pacific Garbage Screening – Projekt

0
#netzgegenplastik-bildpost

In den letzten Tagen haben wir vermehrt von einer spannenden Aktion gelesen, die uns so begeistert, dass wir sie auch hier gerne einmal vorstellen wollen – #netzgegenplastik von den “Weltverbesserern” , welches das Pacific Garbage Screening – Projekt unterstützt. Doch eins nach dem anderen.

Worum geht es bei #netzgegenplastik und wer steckt dahinter?

Hinter der Aktion stehen die Weltverbesserer, eine gemeinschaftliche Initiative der FC St. Pauli Kiezhelden und der Techniker Krankenkasse. Kleine Gesten im Alltag oder Projekte engagierter Menschen machen die Welt jeden Tag ein Stückchen besser – und genau für solch ein Engagement wurde eine Plattform geschaffen, die das nach Außen trägt. Dazu zählt aktuell das Projekt Pacific Garbage Screening (PGS) von Marcella Hansch und ihrem Team an Wissenschaftlern und Ingenieuren. Ihr Ziel ist es, mit einem schwimmenden “Plastik-Kamm” das Meer von Plastik zu befreien, ohne dabei Lebewesen einzufangen. Und bisher sieht ihre Idee wirklich vielversprechend aus. PGS hilft dem Meer – die Weltverbesserer helfen PGS.

Die Idee hinter der #netzgegenplastik – Aktion und das Ziel

Kurz gesagt: Die Weltverbesserer wollen mit einer geplanten Spendenaktion über Social Media die Realisierung des PGS -Projekts unterstützen. Das Ziel ist es, für Pacific Garbage Screening mit 50.000 € zu sammeln.

Wie könnt Ihr mitmachen?

Für jedes Posting oder Teilen von Weltverbesserer Aktionscontent auf den Social Media Kanälen Facebook, Instagram und Twitter, der mit einem einheitlichen Aktions-Hashtag #netzgegenplastik veröffentlicht wird, spendet die Initiative 1 € an das PGS-Projekt. Zudem wollen die Weltverbesserer rund um das Thema Plastik informieren, da vielen das Problem zwar bewusst ist, allerdings Hintergründe und konkrete Auswirkungen häufig unbekannt sind. Aus diesem Grund wollen sie weiterhin Experten und ihre professionelle Meinung zu diesem Thema in die Aktion mit einbinden. Das Anliegen ist es, ein Netzwerk aus Experten und Menschen zu bilden, welche sich für das Thema “Plastik vermeiden” stark machen.

Ziel des Pacific Garbage Screening – Projekts (PGS)

Im Detail haben wir bereits in einem früheren Artikel auf unserer Seite über das Pacific Garbage Screening berichtet. Zusammenfassend könnt Ihr Euch im folgenden Video aber schon einmal anschauen, welchen Ansatz zur Reinigung der Weltmeere das Projekt verfolgt:

Weitere Informationen findet Ihr auf der Website des Pacific Garbage Screening – Projekts.

Unsere Meinung zur #netzgegenplastik – Aktion

Grundsätzlich sind uns Umweltthemen und innovative Projekte zu Schutz und Rettung der Natur jederzeit ein Herzensthema. Und somit unterstützen wir vielversprechende Projekte wie das PGS natürlich gerne. Und wir unterstützen die Unterstützer wie in diesem Fall die Initiatioren der #netzgegenplastik – Aktion ebenfalls mit.

So haben wir neben diesem Artikel bereits einige unserer Instagram-Posts mit dem Kampagnen-Hashtag #netzgegenplastik versehen und auch dort noch einmal zum Mitmachen aufgerufen. Weiterhin werden wir auch noch einmal eine Spende direkt an das PGS senden.

Welche Möglichkeiten zur Unterstützung gibt es noch?

Neben der Teilnahme an der Hashtag-Aktion sind wie erwähnt auch direkte Spenden an das PGS-Projekt möglich: https://www.pacific-garbage-screening.de/unterstuetzen

Zur abschließenden Motivation noch der gelungene und aufrüttelnde Image-Film des Projekts – spätestens danach wollt Ihr Euch auch daran beteiligen. 😉

Be part of the solution!

Palmöl – Zahlen, Daten, Fakten

0
palmoel

Palmöl ist das weltweit am meisten verwendete Pflanzenöl. Es wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen, die in den Regenwäldern Indonesiens, Malaysias und Brasiliens wächst.

Warum ist die Nachfrage nach Palmöl so groß?

Palmöl ist extrem begehrt, da es günstig ist. Eine Tonne Palmöl kostet ungefähr 600 Euro. Im Vergleich dazu kostet Kokosöl mehr als das Doppelte. Pro Hektar werden jährlich 3,7 Tonnen Palmöl gewonnen. Bei der Kokosnuss sind es lediglich 0,8 Tonnen. Darüber hinaus kann Palmöl vielseitig eingesetzt werden, da es geschmacksneutral und hitzebeständig ist.

Der Verbrauch von Palmöl ist extrem hoch

Fast jedes zweite Supermarktprodukt enthält Palmöl. Es befindet sich in Nutella, Cremes, Tütensuppen oder Waschmittel. Doch auch die zunehmende Nutzung von Kraftstoffen lässt die Nachfrage steigen. 60 Millionen Tonnen Palmöl entsprechen einem Drittel des Jahresverbrauchs aller Pflanzenöle. Die Deutschen haben 1,8 Millionen Tonnen Palmöl verbraucht.

Warum ist Palmöl so gefährlich?

Die 60 Millionen Tonnen Palmöl werden auf 17 Millionen Hektar produziert. Das entspricht der Hälfte der Fläche von Deutschland. Dabei sind die Palmölplantagen der Hauptgrund für die Regenwaldzerstörung in Malaysia und Indonesien. Weltweit werden rund 35 Fußballfelder Regenwald pro Minuten zerstört!

Zu den schwerwiegenden Folgen gehören zum einen der Ausstoß von Kohlenstoffdioxid und zum anderen der Verlust der Artenvielfalt. Die Rodung setzt viel Kohlenstoffdioxid frei und schädigt damit unsere Erdatmosphäre. Die übrig gebliebenen Stämme und Reste der Palmölpflanze werden oft abgefackelt. Außerdem befinden sich in Indonesien viele Torfmoore, die besonders viel CO speichern und beim Anlegen der Plantagen entwässert werden. Folglich entweicht bei der Umwandlung eines Torfmoor-Regenwaldes extrem viel Kohlenstoffdioxid.

In den Regenwäldern gibt es sehr viele Tier- und Pflanzenarten. Die in den Gebieten lebenden Orang-Utans, Borneo-Zwergelefanten und Sumatra-Tiger sind zum Teil schon vom Aussterben bedroht, und ihr Lebensraum schrumpft weiter. Orang-Utans werden verbrannt, verdrängt und verhungern häufig bei der Suche nach Nahrung. So sterben Schätzungen zufolge fast 2000 dieser Art, daher gelten sie als vom Aussterben bedrohte Tierart.

Was sind Alternativen?

Auf nachhaltig produziertes Palmöl umzusteigen ist eine gute Alternative, da keine Wälder mehr abgeholzt werden müssen und Plantagen auf Weiden oder bereits gerodetes Land ausweichen können. Dadurch wird der Ausstoß an Kohlenstoffdioxid gesenkt und der Artenverlust gemindert. Auf Kokos- oder Sojaöl umzusteigen ist nur bedingt sinnvoll, da diese Pflanzen auch in sensiblen Regionen wachsen und sogar mehr Fläche für den Anbau benötigen.

Was können Verbraucher tun?

Der Anbau von Ölpflanzen muss grundsätzlich umwelt- und sozialverträglicher gestaltet werden. Durch bewusstes Einkaufen und eine ausgewogene Ernährung kann der Verbraucher zur Verringerung des Palmölverbrauchs beitragen. Dabei sollte man auf Fertigprodukte verzichten und stattdessen frische Lebensmittel verwenden. Finger weg von Süßem und Fettigem. Und häufiger das Fahrrad anstatt das Auto nutzen. Wer dennoch Produkte mit Palmöl kauft, sollte auf Zertifizierungen achten.

 

 

Quelle: https://www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/palmoel

Photo by Tobias Tullius on Unsplash

Tipps für mehr Artenvielfalt vor der Haustür: Das Eichhörnchen Futterhaus

0
eichhoernchen-futterhaus

Immer wieder wollen wir Euch ein paar einfache Tipps an die Hand geben, wie Ihr der heimischen Artenvielfalt unter die Arme greifen könnt. Heute kümmern wir uns um die allseits beliebten Eichhörnchen und dazu passend um ein geeignetes Eichhörnchen Futterhaus für den eigenen Garten oder Balkon.

Wieso gerade Eichhörnchen?

Wie Ihr an unserem Logo unschwer erkennen könnt, liegt uns die heimische Tierwelt sehr am Herzen. Nicht ohne Grund haben wir uns für die roten Kletterexperten mit den buschigen Schwänzen entschieden, denn sie symbolisieren für uns das, was wir alle achten und schützen sollten und dass wir dazu nicht immer nur unbedingt das große Ganze im Sinn haben müssen. Natur- und Tierschutz fängt bei jedem einzelnen vor der Haustür an.

Eichhörnchen sind auf eine ausgewogene Zusammensetzung des Baumbestandes angewiesen, um das ganze Jahr über eine ausreichende Nahrungsvielfalt vorzufinden. Die forstwirtschaftlich bedingte Abnahme von Mischwäldern und das daraus folgende Verdrängen der Tiere in städtischere Gebiete mit wenig “passenden” Bäumen beschränken die Nahrungsauswahl daher erheblich. Wenn Ihr also in Eurer Nähe ein Eichhörnchen sichtet, lohnt es sich, es bei der Futtersuche zu unterstützen.

Welches Futter für die Eichhörnchen?

Eichhörnchen sind Feinschmecker und essen – anders als der Name es vermuten lässt – nicht nur Nüsse. Unsere Eichhörnchen stehen total auf Walnüsse, Möhren und Apfelstücke (ungespritzt natürlich). Auch Rosinen sind gerne genommen oder auch Erdnüsse in der Schale. Wobei ich dabei auch schon gemerkt habe, dass die Geschmäcker verschieden sind. Eines der Eichhörnchen macht immer einen Bogen um Rosinen. Wichtig ist daher, immer mehrere Sachen anzubieten. Die Schale an den Nüssen zu belassen ist ebenfalls wichtig, da Eichhörnchen sich ihre Zähne immer an etwas abarbeiten müssen. Sie knacken Walnüsse etc. mit Leichtigkeit, was auch immer ein spannendes Schauspiel ist. Ungeschälte Nüsse sind daher möglichst zu vermeiden, aber sicher besser als nichts.

eichhoernchen-futterhaus-artikel

Weiterhin können Eichhörnchen gefüttert werden mit:

  • Haferflocken
  • Weintrauben
  • Melone (super im Sommer)
  • Beeren, Samen
  • Tannen- und Kiefernzapfen

Ganzjähriges Zufüttern ist sinnvoll

Da Eichhörnchen keinen Winterschlaf halten, sondern immer lediglich aus längeren Ruhephasen aufwachen, ihren warmen Kobel verlassen und ihre im Herbst angelegten Reserven ausbuddeln, ist ein Zufüttern gerade in der kalten Jahreszeit auf jeden Fall sinnvoll. Auch wenn sie in den Herbstmonaten fleißig sammeln und Vorräte anlegen, kann das zu wenig sein. Der Boden kann gefrieren, Verstecke werden geplündert oder von Menschen (auch aus Unwissenheit) zerstört, andere Tiere kommen ihnen zuvor usw.

Aber auch im Sommer ist eine Zufütterung sinnvoll – etwas Obst und eine gut erreichbare Wasserschale kann immer gerne bereit stehen. Sie werden es Euch sicher danken.

Best Practice – das Eichhörnchen Futterhaus

Sicher kann man das Futter einfach irgendwo auf Balkon, Fensterbrett, Boden etc. ablegen, jedoch habe ich schnell bemerkt, dass auch andere Tiere – besonders größere Vögel – sich die Sachen wegschnappen konnten, bevor die Eichhörnchen eine Chance dazu bekamen.

Aus diesem Grund habe ich eine schlauere Lösung gesucht und bin schnell auf eine spezielle Futterstation * gestoßen, die mit einer Klappe versehen ist, die ein Eichhörnchen völlig problemlos öffnen und sich die darin befindlichen Leckereien schnappen kann. Für andere Tiere ist dieser Mechanismus allerdings nicht zu überwinden, sodass das Futter geschützt ist. Auch hat dieses Eichhörnchen Futterhaus in der Front eine Plexiglasscheibe eingelassen, damit die Tiere von außen bereits aufmerksam auf den Inhalt werden und man selber kann schnell sehen, wie viel Snacks noch in der Futterstelle vorhanden sind. Anfangs haben die Eichhörnchen nur zögerlich mit dem Kopf die Klappe angehoben – es schien ihnen etwas suspekt – aber schnell hatten sie den Dreh raus. Immer wieder ein faszinierender Anblick, wie pfiffig und gelenkig diese kleinen Tiere sind und wie mühelos sie sich die Nüsse aus der Futterstation angeln.

Sicher kann man sich ein derartige Lösung auch selber bauen! Sollte das erste Eichhörnchen Futterhaus irgendwann durch Verwitterung etc. nicht mehr schön aussehen, werde ich sicher selber Hammer und Säge schwingen, um eine einladende Futterstelle zusammenzubauen.

Trinkschalen für Eichhörnchen

Nicht vergessen sollte man weiterhin, dass auch immer Trinkgelegenheiten vorhanden sind. Als ich die Eichhörnchen entdeckt habe, konnte ich beobachten, dass sie im Sommer manchmal mit großen Verrenkungen aus der Gießkanne getrunken haben, die auf dem Balkon stand. Was ich zuerst ganz unterhaltsam fand – diese Tiere sind wahre Akrobaten, wenn sie etwas erreichen wollen – hat mich schnell zu dem Schluss gebracht, dass man auch hier etwas tun sollte, da der Kopfstand in der Gießkanne sicher nicht zum Spaß gemacht wurde.

Seitdem steht bei uns ganzjährig und gut erreichbar eine Wasserschale auf dem Balkon. Zwar ist sie mittlerweile für alle Tiere gedacht, aber unsere Eichhörnchen nutzen die Versorgungsstation bevorzugt und täglich mit großem Durst.

Wichtig ist, dass die Schale nicht zu tief ist bzw. keinen zu hohen Rand hat, damit die Tiere das Wasser gut erreichen können, auch wenn der Pegel mal etwas niedriger ist. Weiterhin sollte man die Schale regelmäßig reinigen, da sich doch schnell Algen und auch Krankheitserreger ansammeln können und auch Staub, Blätter (oder eine badende Amsel) das Wasser verunreinigen. Daher am besten täglich oder mehrmals pro Woche die Schale mit heißem Wasser ausspülen und anschließend neu mit frischem Wasser befallen. Vielleicht wäre das so intensiv nicht notwendig, aber für die Hörnchen nur das Beste. 😉 Und natürlich regelmäßig frisch auffüllen nicht vergessen!

Ergebnis & Erkenntnis

Mit offenen Augen die nahe Tierwelt zu sehen und zu erkennen, wie schön und wichtig die Artenvielfalt vor der Haustür ist, ist nach wie vor eine wertvolle Erfahrung und war letztlich auch einer der Auslöser für unser Nachhaltify-Projekt. Jeder kann mit wenig Aufwand etwas positives bewirken und gerade, wenn das Klima für Wasser- und Futterarmut sorgt, können wir den Tieren am ehesten noch helfen und das mit wenig Aufwand. So ein praktisches Eichhörnchen Futterhaus kann da schon viel bewirken.

Und vielleicht werden die Eichhörnchen auch irgendwann so zutraulich, dass sie Euch aus der Hand fressen.

eichhoernchen-futterhaus-sharingiscaring

Und immer daran denken: Sharing is caring!

Nachtrag: Solltet Ihr einmal ein junges oder hungerndes Eichhörnchen finden und nicht wissen, wo und wie Ihr weitere Hilfe erhaltet, nutzt den Eichhörnchen Notruf – dort finden sich deutschlandweit ehrenamtliche Helfer, die telefonisch oder persönlich unterstützen oder die Tiere sogar (vorübergehend) bei sich aufnehmen. Toll, dass es sowas gibt!

Mikroplastik in Kosmetik – Was können Verbraucher tun?

0
mikroplastik-kunststoff-kosmetik

Dass Plastiktüten, unnötige Verpackungen bei Obst und Gemüse sowie Trinkhalme und Einweggeschirr einen negativen Einfluss auf die Weltmeere und unsere Umwelt haben, ist bekannt.

Doch auch Mikroplastik rückt zunehmend in den Fokus. Was genau das ist und warum man darauf achten sollte – wir klären auf!

Was ist Mikroplastik?

Mikroplastik sind winzige Partikel, die nur fünf Millimeter groß und noch kleiner sind. Dabei unterscheidet man zwischen primärem und sekundärem Mikroplastik. Ersteres gehört unter anderem zu dem in der Kosmetikindustrie verwendeten partikulären Kunststoff. Sekundäres Mikroplastik entsteht bei der Zersetzung von größeren Kunststoffteilchen in der Umwelt. Nach einer gewissen Zeit zerfallen Kunststoffteile durch äußere Einflüsse in ihre Ursprungsform, die Plastikpellets.

Was ist an Mikroplastik gefährlich?

Kunststoffe werden häufig in Kosmetikprodukten verwendet, die durch das Abwasser in Kläranlagen gelangen. Leider sind diese Partikel so winzig, dass die meisten nicht ausreichend aus dem Abwasser herausgefiltert werden können und daher wiederum in unseren Gewässern landen. Selbst wenn Tiere in den Weltmeeren Mikroplastikpartikel essen, werden diese Schadstoffe auch mit aufgenommen – und landen infolgedessen auf unserem Teller. Davon abgesehen erleiden Tiere durch (Mikro)plastik einen qualvollen Tod.

Was kann der Verbraucher tun?

Da sich insbesondere in Kosmetik und Reinigungsmitteln viel Mikroplastik befindet und diese nicht als solche deutlich gekennzeichnet sind, lohnt sich ein Blick auf die Inhaltsliste. Unter anderem lässt sich Plastik in Kosmetik an folgenden Bezeichnungen erkennen:

  • Cyclopentasiloxane
  • Dimethicone
  • Styrene/Acrylates Copolymer
  • Polyethylene

Weitere häufig vorkommende Kunststoffe und deren Bezeichnungen befinden sich am Ende des Artikels. Auch mithilfe von Apps auf Smartphones lässt sich feststellen, ob in einem Produkt Mikroplastik steckt. Mit dem Scan des Strichcodes erfährt der Verbraucher, welche Inhaltsstoffe in welchen Produkten stecken. Zertifizierte Naturkosmetik ist eine gute Alternative, da sie auf problematische Inhaltsstoffe verzichtet und stattdessen umwelt- und hautverträgliche Alternativen bietet. Eine weitere Möglichkeit ist, seine Kosmetik einfach nach dem DIY-Prinzip selbst herzustellen (für ein Rezept zu Shampoo Bars hier klicken).

Kunststoffbezeichungen in Kosmetik:

Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) Polyethylenterephthalat (PET) Nylon-12 (Nylon-12), Nylon-6 (Nylon-6), Polyurethan (PUR), Acrylates Copolymer( AC), Acrylates Crosspolymer (ACS), Polyacrylat (PA), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polystyren (PS), Polyquaternium (PQ)

Quelle:

https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_einkaufsfuehrer.pdf

Photo by Drew Graham on Unsplash

Das Pacific Garbage Screening – Projekt will die Weltmeere von Plastikmüll befreien

0
pacific-garbage-screening

Ideen und Start-Ups zum Thema Befreiung der Weltmeere vom allgegenwärtigen Plastikmüll gibt es zwischenzeitlich zahlreich – ein besonders vielversprechendes ist dabei “Pacific Garbage Screening” einer jungen Architektin aus Deutschland, welches wir Euch einmal vorstellen möchten. Mit einem engagierten Ziel und einem ebenso hochmotivierten Team arbeitet sie bereits an der Umsetzung eines großen Plans.

Was ist das Pacific Garbage Screening?

Starten wir mit dem wirklich gut inszenierten und aufrüttelnden Imagefilm von den Machern des Pacific Garbage Screening – Projekts, der die Botschaft eindringlicher und besser vermittelt, als wir das könnten:

Das Problem

Mittlerweile sollte es überall angekommen sein: Unsere Ozeane werden von Plastikmüll eingenommen. Jede Minute gelangt ein ganzer Mülltransporter voll Plastikmüll in die Meere, aktuell schätzt man, dass etwa 150 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren schwimmen. Experten erwarten, dass es bis 2050 mehr Plastik als Fische in den Weltmeeren geben wird. Schwer vorstellbar, aber doch leider ein nicht mehr unrealistisches Szenario, wenn nicht an vielen Stellen umgedacht wird. Das Problem liegt auch in der Langlebigkeit von Plastik – eine PET-Falsche z.B. benötigt ca. 450 Jahre, bis sie mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar ist. Doch selbst dann ist das Problem nicht verschwunden, da Plastik nicht biologisch abbaubar ist. Es gibt aktuell 5 riesige Teppiche aus Plastikmüll in den Meeren. Hinzu kommt das genannte noch viel schwieriger greifbare Thema Mikroplastik, was bei der Zersetzung entsteht und von Tieren aufgenommen wird und so – Ironie des Schicksals – über die Nahrungskette auch wieder den Weg zurück zu uns bzw. auf unsere Teller findet. Yummy.

Zudem spielt Plastik auch eine Rolle beim Klimawandel, der auch auf die Zerstörung der Weltmeere einwirkt. Bei der Produktion von Plastik wird CO2 freigesetzt, welches in die Atmosphäre gelangt. Das führt wiederum zur Erderwärmung, dabei erwärmen sich auch die Ozeane, was ebenfalls starken Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt in den Meeren hat.

Die Vision

Ursprünglich war “PGS” die Abschlussarbeit von Marcella Hanschs Masterstudiums in Architektur. Bei Tauchgängen im Urlaub ist sie selber Zeuge der Meeresverschmutzung geworden und wollte etwas tun. Nach langer Recherche und Weiterbildung in zahlreichen Feldern nahm ihre Idee Formen an und das PGS ist nun ihre Antwort.

marcella-hansch
Marcella Hansch – Initiatorin des Pacific Garbage Screening – Projekts

Die Ziele im Einzelnen:

  • Reinigung der Meere von Plastik

  • Meereslebewesen werden dabei nicht bedroht

  • Aus der Biomasse der Algen könnte biologisch abbaubarer Kunststoff hergestellt werden

  • Die Plattform arbeitet energetisch autark

  • Zusätzlich könnte die Plattform Wissenschaftler beherbergen und als Basis für weitere Forschung dienen

Funktionsweise des Pacific Garbage Screening

Plastik schwimmt nicht nur an der Oberfläche der Meere, sondern treibt durch Strömungen zu einem Großteil auch in den oberen 50 Metern der Gewässer. Ein großer schwimmender Kamm, der mitten in Hotspots (“Müllteppiche”, Flussmündungen) platziert wird, soll diesen Müll nun aufnehmen:

pacific-garbage-screening-visualisierung
Pacific Garbage Screening Visualisierung

Die geplante Konstruktion soll die oben genannten Strömungen beruhigen, was dazu führt, dass das Plastik durch eigenen Auftrieb nach oben steigt und anschließend durch eine Art Kanalsystem der Plattform läuft und dort gefiltert wird. Ein riesiger Vorteil dieses Systems ist, dass dabei keine Meereslebewesen gefährdet werden, was bei anderen bisherigen Ideen oft der Fall wäre, bei denen man lediglich die Oberfläche “abfischen” möchte. Zudem scheitern bisherige Ideen auch oft am Filtern des Mikroplastiks, was prozentual sogar einen Großteil des Plastiks in den Meeren ausmacht.

Mehr Informationen und Details zur Funktionsweise zeigt auch noch einmal der folgende Film:

Wie haben wir von dem Projekt erfahren?

Erstmals aufmerksam geworden auf das Pacific Garbage Screening – Projekt bin ich, als die Initiatorin Marcella Hansch Anfang Oktober bei Markus Lanz in dessen gleichnamiger Talkshow zu Gast war (ja ich gestehe, hin und wieder schaue ich mal rein 😉 ). Dort hat Marcella voller Begeisterung von ihrem Herzensthema gesprochen (im Video ab 49:40 Min) und mich dabei total mit ihrer Idee und Vision angesteckt. Marcella erklärt in der Sendung, warum sie das Projekt auf die Beine gestellt hat und wie das Ganze technisch funktionieren soll. Ihr dabei zuzuhören macht wirklich optimistisch – schaut also unbedingt mal rein:

https://www.youtube.com/watch?v=MTcZAGkKxe4

Tipp: Schaut Euch gerne bei Gelegenheit auch mal die vollständige Sendung an, denn das Thema Plastikmüll in den Meeren wird durchgehend – auch mit den anderen Gästen – besprochen.

Wie Ihr das Projekt unterstützen könnt

Ab 12 Euro im Jahr könnt Ihr bei PGS Mitglied werden und so einen Beitrag zur Unterstützung des Projekts leisten. Als Mitglieder werdet Ihr regelmäßig über die Fortschritte der Forschungsarbeiten informiert, weiterhin erhält man Sonderkonditionen bei Veranstaltungen des PGS. Auch Organisationen und Unternehmen können Mitglied werden.

Ebenfalls sind direkte Spenden über Paypal an das PGS-Projekt jederzeit möglich: https://www.pacific-garbage-screening.de/unterstuetzen.

Update (26.11.) Aktuell supportet die Aktion #netzgegenplastik der “Weltverbesserer” das Projekt durch eine eigene Spendensammelaktion, bei der insgesamt 50.000 € zusammen kommen sollen. Auch hier könnt Ihr Euch einfach über Social Media beteiligen und es kostet Euch nicht einmal etwas. Mehr dazu findet Ihr in einem Artikel zur Aktion #netzgegenplastik bei uns.

Abschluss

Wir sind Fan von PGS und werden das Projekt auf jeden Fall im Auge behalten! Auch würden wir das Projekt gerne noch in anderer Form unterstützen – hierzu stecken wir gerade noch unsere Köpfe zusammen. Stay tuned! 🙂

Quelle: Auszüge aus https://www.everwave-community.de/

Grünes Geld – Tipps zu nachhaltiger Geldanlage

2
gruenes-geld

Nachhaltige Geldanlage? Was ist das denn? – Denken sich im ersten Moment die meisten, denn normalerweise hat Nachhaltigkeit irgendetwas mit Umwelt und Tieren zu tun. Wie kann Geld denn also nachhaltig sein?

Wer sein Geld gern in Aktien, Fonds oder ETFs investieren möchte, achtet in erster Linie auf hohe Renditen. Immer häufiger wird aber auch auf die Umwelt- und Sozialverträglichkeit der Anlagen geachtet. Besonders die Nachhaltigkeit, mit der Unternehmen agieren, rückt bei Anlegen immer mehr in den Fokus. Demzufolge steigt die Nachfrage nach Aktien und Aktienfonds, die ein nachhaltiges Geschäftsmodell vertreten. Denn es gibt immer mehr Anleger, die Aktien bewerten, sodass neben einer guten Rendite auch noch das Gefühl hinzukommt, etwas Gutes für die Umwelt zu tun.

So sind zum Beispiel Unternehmen beliebt, die ihren Emissionsausstoß reduziert haben oder Nachhaltigkeit im Büroalltag leben. Neben Betreibern von Wind- und Solarparks haben sich auch ökologische Geschäftsmodelle durchgesetzt. Daher gibt es Banken, die den Fokus darauf legen, das Geld der Anleger ausschließlich in Projekte und Unternehmen zu investieren, die nachhaltig arbeiten. Dabei gibt es verschiedene Ausschlusskriterien, um gewisse Unternehmen von vornherein aus dem Depot auszuschließen.

Mit dem sogenannten Best-in-Class-Ansatz werden Unternehmen evaluiert, die in den Bereichen Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekten federführend sind. Kriterien können dabei ein gut etabliertes Umwelt- und Risikomanagementsystem sowie effizienzsteigernder Energie- und Ressourcenverbrauch sein.

Bei Impact Investments handelt es sich um Unternehmen, Organisationen und Fonds, die neben dem finanziellen Ertrag auch sozial und ökologisch wirken. Solche Impact Investments können in Industrie- und Entwicklungsländern getätigt werden und sogar überdurchschnittliche Renditen erzielen. Das sind bisher nur zwei von mehreren Kriterien, nach denen ausgewählt werden kann.

Welche nachhaltigen Anlagen kommen nun infrage?

Eine einfache und günstige Variante für Privatanleger, die ökologische und ethische Standards bei der Geldanlage berücksichtigen wollen, sind sogenannte Aktien-Indexfonds (ETFs). ETFs bilden ausgerichtete Indizes nach. Da sich mit Aktienfonds eine einfache Risikostreuung darstellen lässt, sind Aktienfonds besonders für Anfänger geeignet. Aktienfonds vereinen sehr viele verschiedene Aktien, sodass eine Risikostreuung gewährleistet ist. Auf diese Weise können Kursverluste einzelner Aktien gut ausgeglichen werden. Aktuell kommen nach einer tiefgreifenden Analyse zwei nachhaltige ETFs in Frage:

Der ETF der Marke UBS (ISIN: LU0629459743), der den nachhaltigen MSCI World SRI Index abbildet. Und der ETF der Marke iShares MSCI Europe SRI UCITS (ISIN:  IE00B52VJ196), der sich aus europäischen ESG (umweltverträglich, sozial und staatlich)-überprüften Unternehmensanleihen zusammensetzt.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass es sehr leicht geworden ist, in nachhaltige und ethische Wertpapiere zu investieren. Es lässt sich im Vergleich zu herkömmlichen Unternehmen auch eine gute Rendite erzielen. Bei einem guten Gewissen und attraktiven Renditen steht der nachhaltigen Geldanlage also nichts mehr im Weg!

Übrigens: Solltet Ihr bei der Gelegenheit noch auf der Suche nach einem passenden Broker sein, um Eure Aktien oder ETFs zu handeln und zu managen, schaut Euch doch mal Trade Republic * an. Mit diesem innovativen Broker und den Top-Konditionen (1 € pro Trade + kostenfreie Sparplankäufe) und das Ganze direkt auf dem Smartphone fällt der Einstieg sicher leicht.

Oder checkt einfach in unserem Depot-Rechner*, um herauszufinden, wer der richtige Anbieter für Eure grüne Geldanlage sein könnte:

Photo by rawpixel on Unsplash

Quellen:

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Ethisch / Ökologisch, Investieren & Passives Einkommen: httpshttps://www.finanzpreneur.com/nachhaltige-und-ethische-geldanlage-gastbeitrag/ (Zugriff: Oktober 2018)

https://srbg.de/was-ist-eine-nachhaltige-geldanlage.html (Zugriff: Oktober 2018)

Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V: https://www.forum-ng.org/de/nachhaltige-geldanlagen/nachhaltige-geldanlagen.html (Zugriff: Oktober 2018)

Sara Zinnecker, DIESE AKTIEN-INDEXFONDS KÖNNEN SIE GUTEN GEWISSENS KAUFEN: https://www.finanztip.de/indexfonds-etf/nachhaltige-geldanlagen/ (Zugriff: Oktober 2018)

Kampf den Einweg-Kapseln! Nachhaltige Kaffeekapsel – Alternativen

1
kaffeekapsel-alternativen

Kaffee trinken und die Umwelt schonen muss sich nicht widersprechen

Kaffee ist ein wahrer Allrounder im Alltag von den meisten Menschen. Die einen benötigen ihn in der Früh, um richtig wach zu werden, die anderen am Nachmittag, um sich den Kuchen noch besser schmecken zu lassen. Wieder andere würden ohne das schwarze Gebräu vermutlich gar nicht auskommen und trinken es zu jeder erdenklichen Zeit. Allerdings kann das – je nach Zubereitungsart des Kaffees – der Umwelt immens zur Last fallen. Besonders durch die modernen Kapselmaschinen geraten große Mengen Müll in die Umwelt. Doch gibt es nachhaltige Alternativen zu Kaffeekapseln von Nespresso, Senseo & Co. ? Hier sind einige Vorschläge und Ideen, wie man als naturbewusstes Mitglied unserer Gesellschaft seinen Teil zur Schonung der Umwelt beitragen kann.

Wiederverwendbare Kapseln – nachhaltig und ein guter Schritt

Eine nachhaltige Alternative stellen wiederverwendbare Kaffee Kapseln * dar. Diese sind beispielsweise aus Edelstahl erhältlich. Großer Vorteil: Diese müssen nach einmaligen Verbrauch nicht weggeworfen werden, sondern können mit neuem Kaffee nachgefüllt werden. Hier liegt allerdings ebenso der Nachteil, denn wer seinen Kaffee aus einer Kapsel genießt, möchte schnell und per Knopfdruck eine frische Tasse bekommen. Muss man die Edelstahl Alternative erst sauber machen und neu befüllen, ist der Bequemlichkeitsfaktor weg. Wen das nicht stört, hat hiermit eine deutlich ökologischere Variante als mit Einmalkapseln. Tipp: Es bietet sich an, mehrere Kapseln auf einmal zu befüllen, um diese Arbeit nicht bei jeder Tasse wiederholen zu müssen.

Siebträger und Vollautomat – die Profi Varianten

Eine weitere Möglichkeit ist, sich komplett von dem Kapselgedanken zu entfernen. Siebträger * und Vollautomaten * sind Kaffeemaschinen, in denen der Kaffee frisch gemahlen und anschließend zubereitet wird. Somit fällt als einziges Verpackungsmaterial jenes von den Kaffeebohnen an. Kritikpunkt ist der Preis. Beide Alternativen sind nicht billig zu haben. Dennoch sind sie umweltfreundlich und eine Investition, die sich für einen Kaffeegourmet lohnen, denn vor allem beim Siebträger können sich die Aromen gut entfalten. Zusätzlich dauert die Zubereitung einer Tasse Kaffee seine Zeit und beim Siebträger einiges an Übung. Das Ergebnis kann sich dafür sehen lassen, denn mit keiner anderen Variante erhält man eine so feine Crema. Zusätzlich kommt es auf den Kaffeekonsum an: Wer nur einmal die Woche eine Tasse trinkt, muss lange warten, bis sich die Anschaffung einer solchen Maschine gelohnt hat. Wer aber täglich oder öfter an einem Tag Kaffee zubereitet, wird langfristig gesehen mit dieser Idee sparen.

French Press – selbstgemacht und umweltfreundlich

Wer wenig Kaffee trinkt oder nicht so viel Geld investieren möchte, kann sich überlegen, eine French Press Kanne zu kaufen. Ich selbst nutze hier den beliebten Kaffeebereiter von Bodum * . Besonders für kleine Wohnungen oder Studentenbuden ist diese praktische Kanne ein Muss, denn sie braucht nicht viel Platz und ist schnell verstaut. Einziges zusätzliches Werkzeug ist der Wasserkocher. Hierbei wird das Kaffeepulver in die Kanne gegeben und mit heißem Wasser ausgegossen. Nach kurzer Ziehzeit kann der Kaffee genossen werden. In Sachen Komfort und Effektivität ist die French Press ganz vorn im Rennen.

Worauf sollte man grundsätzlich beim Kauf von Kaffee achten?

Siegel und Fairtrade spielen beim Kauf von Kaffee ebenfalls eine relevante Rolle. Diesem Thema werden wir uns in einem separaten Artikel noch einmal genauer widmen.

Fazit

Zu Kaffee Kapseln gibt es nicht nur eine ökologische und nachhaltige Alternative. Für welche man sich entscheidet, liegt im Endeffekt an den verfügbaren Ressourcen, also Geld und Platz, sowie am persönlichen Geschmack. Ein Siebträger ist natürlich auch etwas für das Auge, wohingegen eine French Press Kanne eventuell für Minimalisten ansprechend ist. Bei allen genannten Vorschlägen ist ein großes Plus, dass Sie ganz genau wissen, was Sie überhaupt trinken. In eine herkömmliche Kaffee Kapsel lässt sich nicht hereinsehen. Befüllen Sie Ihre selbst oder verwenden einen Vollautomat, können Sie selbst entscheiden, welchen Kaffee Sie verwenden. Um den Umweltgedanken bis zum Ende zu denken, sollte beim Kauf von Bohnen oder bereits gemahlenen Kaffee darauf geachtet werden, dass es sich um Fairtrade Kaffee handelt. Somit wird nicht nur sichergestellt, dass die Bauern einen fairen Lohn für ihre Arbeit bekommen, sondern auch der ökologische und umweltschonende Anbau gestärkt. Um dieses koffeinhaltige Getränk in unseren Geschäften zu haben, muss dieses viele Kilometer transportiert werden. Aus diesem Grund sollte auf einen korrekten Anbau und eine schonende Zubereitung geachtet werden.

Photo by Cyril Saulnier on Unsplash

Interviewserie “5 Fragen über Nachhaltigkeit” an: Steff

0
interviewserie-5fragen-ueber-nachhaltigkeit

Unsere kleine Interview-Serie zum Thema Nachhaltigkeit. Einfach, kurz und auf den Punkt. Inklusive einer eigenen Einschätzung zum “Nachhaltigkeitsscore”, der größten Sünden und ob die Welt noch zu retten ist.

Unser Interviewpartner heute: Steff, Mitbegründer von nachhaltify.de :

Auf einer Skala von 1-10 , wie nachhaltig würdest Du Deinen Lebensstil beschreiben?

Vielleicht eine gute 7 oder schwache 8. Ich gebe mir Mühe und sehe bspw. bei der alljährlichen Stromrechnung, dass wir als Familie deutlich weniger verbrauchen als der Durchschnitt, bzw. einen deutlich unterdurchschnittlichen CO2 Fußabdruck har. Es ist aber natürlich noch Luft nach oben. Es ist im Alltag einfach schwierig, Routinen oder Lieblingsprodukte zu hinterfragen und dann wirklich schnell die besten Alternativen zu finden.

Gab es einen besonderen Moment, der Dich dazu bewegt hat, nachhaltiger zu leben?

Nicht wirklich, es ist eher die Summe aus verschiedenen Aspekten. Dazu gehört definitiv auch die Erziehung meiner Eltern.

Meine Frau und ich haben schon immer gerne gekocht, mit den Kindern ist das aber DEUTLICH gesünder geworden (mehr Bio, mehr Regionalität, weniger Salz, weniger Fleisch).

Drei Krankheiten im engsten Familien- und Freundeskreis (Borderline Tumor, Herzinfarkt und Hautkrebs) haben auch zu der Überzeugung geführt, dass man im Grunde jeden Tag etwas für seine Gesundheit tun kann, damit ist vor allem die Ernährung und Ausgleichssport gemeint.

Und Drittens muss man sich in der „Warum“-Phase seiner Kinder sehr viele Gedanken zu den Hintergründen seiner eigenen Entscheidung machen. Dazu gehört auch die Punkte, die man vermitteln möchte, selbst konsequent und überzeugt vorzuleben.

Was ist Deine größte Umweltsünde und definitiv NICHT nachhaltig?

Wahrscheinlich die Tonnen an Windeln für die drei Kinder.

Wenn Du per Gesetz etwas verbieten dürftest um die Nachhaltigkeit zu steigern, was wäre das?

Spontan ohne den wirklichen Nutzen beziffern zu können: Zigaretten. Weil sie aus meiner Sicht nichts Gutes im Leben bringen! Sie schaden der Gesundheit – vom Raucher selbst und viel schlimmer noch der Kinder, die daneben stehen. Zudem belasten Raucher das gesamte Gesundheitssystem in Deutschland und stehen für mich stellvertretend für wirklich sinn- und maßlose Umweltverschmutzung!

Wahrscheinlich ist das Thema so aktuell, weil meine einjährige Tochter kürzlich beim Laufen lernen einen Zigarettenstummel entdeckt hat. Ganz stolz hat sie diesen dann mit dem Pinzettengriff aufgelesen und hochgehalten hat – so schnell kann man manchmal gar nicht gucken.

Ist die Welt noch zu retten?

Als Optimist glaube ich ganz fest dran, dass wir die Welt natürlich noch retten können – in einer Kombination aus globalem Verständnis für die Endlichkeit von Ressourcen, politischem Willen und technischem Fortschritt bzw. Innovationen.

Dabei ist es aus meiner Sicht besonders wichtig konstruktiv zu bleiben, weil jede Form von Extremismus nicht hilft die Probleme zu lösen.

Weiter lesen:

Persönlicher Artikel zum Thema “Nachhaltigkeit was kann ich tun” und warum ich mich Nachhaltify gestartet habe. Oder wie ich das Thema Nachhaltigkeit meinen Kindern erkläre.

Photo by Nik MacMillan on Unsplash