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Tierwohl – Label neu, alles super?

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Neues Tierwohl Label von Julia Klöckner. Zuerst nur für Schweine. Ist jetzt alles super?

News: es gibt ein neues Tierwohl Label. Klingt erstmal nach Tierschutz. Aber ist das wirklich die staatliche Eindämmung von Massentierhaltung, die man sich als Verbraucher wünscht?

Heute, am 6.2.2019, hat Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) das lange angekündigte neue, staatliche Tierwohllabel vorgestellt. (Link zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft)

“Tiere sind Mitgeschöpfe, keine Wegwerfware”

Das sind Worte, die die Ministerin bei der Vorstellung gesagt hat. Das Zitat von Julia Klöckner kann ich als Verbraucher auf jeden Fall unterschreiben, aber schützt das neue Siegel die Tiere entsprechend und hilft es dem Verbraucher schneller Billigfleisch zu identifizieren, um sich bewusst dagegen zu entscheiden?

Oder ist es nur ein weiteres Siegel? Es ist ja nicht so, als hätten wir im Supermarkt zu wenig Siegel, richtig?

Warum wurde das neue Tierwohlkennzeichen eingeführt?

Vor 3 Wochen sagte Julia Klöckner in einer Fragestunde des Verbandes Deutscher Agrarjournalisten (VDJA): Viele Verbraucher wollen wissen, wie ein Tier gehalten wurde“. Ziel des Siegels ist somit eine klare und schnelle Orientierung für die Verbraucher im Supermarkt. Dabei soll eine dreistufige Einordnung helfen.

Vor allem will die Bundesregierung den Druck auf die Landwirte erhöhen, die Haltungsbedingungen, Transport und Schlachtung der Tiere zu verbessern.

Dafür hat das Bundeslandwirtschaftsministerium 13 umfassende Punkte für eine Tierwohl-Kennzeichnung bei der Schweinehaltung definiert. Konkret geht es um die Kriterien Platz, Raufutter und Beschäftigung, Buchtenstrukturierung, Nestbaumaterial, Säugephase, Schwanzkupieren, Ferkelkastration, Tränkwasser, Eigenkontrolle mit Stallklima- und Tränkwassercheck, Tierschutzfortbildung, Tiergesundheitsbenchmarking, Transport zum Schlachthof und der Schaltung.

Grundsätzlich wurde das Thema also sehr umfassend definiert, aber ist das Label wirklich ausreichend? Und war es die richtige Entscheidung auf eine freiwillige Kennzeichnung zu setzen anstatt auf eine Kennzeichnungspflicht?

Was sind Vor- und Nachteile der neuen Tierwohl Kennzeichnung?

Hauptvorteil: Alle drei neu eingeführten Stufen der Kennzeichnung liegen über dem gesetzlichen Mindeststandard. Zusätzlicher Vorteil, den das Ministerium in der Kommunikation klar nach vorne stellt: Das Tierwohl Label ist eine für den Verbraucher einfache Kennzeichnung, dass gesetzliche Mindeststandards erfüllt wurden. Dafür sorgt auch eine höhere Transparenz im Vergleich zu anderen Siegeln.

Hauptkritik: Die gesetzlichen Mindeststandards sind leider nur minimal erhöht worden (siehe Beispiele unten und entscheidet selbst). Zudem sind die Kriterien nicht verpflichtend und gelten derzeit nur für Schweine.

Ebenfalls wird stark kritisiert, dass die Kastration ohne Betäubung in der Tierwohl Stufe 1 erst ab 2021 verboten ist.

Beispiele der Schweinehaltung mit und ohne Tierwohl Siegel

Erste Stufe: 20% mehr Platz für die Tiere klingt erst einmal viel. In absoluten Zahlen bedeutet es aber “nur” eine Verbesserung von 0,75 Quadratmetern auf 0,9 qm. Zudem verbessert sich der gesetzliche Mindeststandard für den Transport der Tiere. So reduziert sich die maximale Transportdauer ab Stufe 1 von 24 auf 8 Stunden.

Zweite Stufe: Bei der zweiten Stufe sind mind. 1,1 Quadratmeter Platz für die Schweine vorgeschrieben (+46%), zudem gilt eine Säugezeit für Ferkel von 28 Tagen.

Dritte Stufe: Hier sind mindestens 1,5 Quadratmeter (inkl. 0,5 qm Auslauf) pro Schwein vorgeschrieben. Die Säugezeit verlängert sich um eine weitere Woche auf 35 Tage.

Der Fakt, dass den Tieren erst in der 3. Stufe 0,5 Quadratmeter Auslauf gewährt wird, sollte einem ebenfalls zu denken geben. Kann man da wirklich von Tierwohl sprechen?

Fazit zum neuen Tierwohllabel

Ich persönlich bin der Meinung, dass die Bundesregierung eine große Chance verpasst hat ein klares Zeichen gegen die Massentierhaltung zu setzen. Vor allem die Tatsache, dass das Siegel freiwillig und nicht verbindlich ist, schmälert aus meiner Sicht die Erfolgschancen.

Die niedrigen Einstiegsbarrieren führen aus meiner Sicht nicht dazu, dass der hohe Fleischkonsum signifikant gesteuert wird. Im Worstcase kann der Konsum sogar steigen. Nämlich dann, wenn die Konsumenten ein besseres Gefühl haben das mit Tierwohl gekennzeichnete Fleisch zu kaufen. Dann kann es sein, dass sie sogar denken, dass sie aktiv etwas gegen die Massentierhaltung unternommen zu haben. Die bessere Wahl hingegen wäre Bio-Fleisch, bei denen es bereits viele etablierte Siegel gibt und die deutlich höhere Standards haben.

Wir bleiben auf jeden Fall dran und beobachten das Thema, wenn es nach den Schweinen auch auf Rinder und Geflügel ausgeweitet wird.

Weiter lesen?

Warum es grundsätzlich wichtig ist, weniger Fleisch zu essen? Das haben wir im Artikel 7 Tipps für eine nachhaltige, ausgewogene Ernährung zusammengesammelt.

Photo by Adrian Infernus on Unsplash

DIY Shampoo Bar selbst herstellen

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Shampoo Bars kommen ohne Plastik aus und enthalten viele natürliche Inhaltsstoffe, die das Haar glänzen lassen. Wir zeigen euch ein einfaches Rezept zur eigenen Herstellung von Shampoo Bars.

Was ist an Shampoo Bars so besonders?

In erster Linie verzichtet man bei Shampoo Bars auf Plastik. Es werden jährlich rund 552 Millionen Shampooflaschen weggeworfen. Das verursacht knapp 80 Prozent des Mülls an Stränden und sogar über 300.000 Tonnen Treibgut in den Weltmeeren. Das ist eine Menge Plastik, der durch die Nutzung der Shampoo Bar eingespart werden kann. Weiterhin sind Shampoo Bars nicht nur frei von Kunststoffen, sondern werden auch in wieder verwendbaren Metalldosen versendet. Außerdem wird bei der eigenen Herstellung vermieden ausversehen ein Produkt mit Mikroplastik oder Palmöl zu kaufen (hier klicken zu mehr Infos zum Thema Mikroplastik, hier klicken für mehr Infos zu Palmöl).

Warum eine Shampoo Bar selbst herstellen?

In einigen Naturkosmetik-Geschäften ist das Angebot groß und übersichtlich. Mittlerweile setzten viele Hersteller auf das feste Shampoo, da viel Plastik eingespart werden kann und diese gleichzeitig natürliche Inhaltsstoffe enthalten. Dennoch lohnt sich auch die eigene Herstellung der Shampoo Bars, da  sie mit nur drei Zutaten und wenigen Handgriffen schnell und einfach herzustellen sind. Außerdem macht es viel Spaß seine eigene Kosmetik zu produzieren, denn man kann selbst entscheiden welche Zutaten man benutzt.

Grundrezept

Für mehrere kleine Shampoo Bars benötigt ihr folgende Zutaten:

Schritte zur Herstellung der Shampoo Bar:

  1. Mundschutz anlegen, da es sich bei dem Tensid um feines Pulver handelt, was die Atemwege reizen kann
  2. Tensid und Speisestärke in einer Schüssel vermengen
  3. Sheabutter (oder Kakaobutter) im Wasserbad schmelzen
  4. Die geschmolzene Sheabutter zu den anderen Zutaten in die Schüssel geben und kneten
  5. Ätherische Öle und Lebensmittelfarbe hinzugeben (optional)
  6. Mischung in die Silikonförmchen geben und 24 Stunden aushärten lassen

Verwendung

Nach knapp einem Tag ist die Shampoo Bar voll einsatzbereit. Für die Anwendung müssen die Haare nass sein. Die feste Haarseife in den Händen aufschäumen lassen und im Haar verteilen. Alternativ lässt sich die Shampoo Bar auch sehr gut über das Haar streifen.

Ätherische Öle für die Haarpflege

Es gibt eine Vielzahl ätherischer Öle die sich für Haut und Haar einsetzten lassen. Es gibt einige Öle, die sich besonders gut für die Haarpflege eigenen und eine Traummähne zaubern. Das Grundrezept kann also nach Belieben mit folgenden Ölen kombiniert werden:

  • Lavendel und Teebaum (bei fettigem Haar und Schuppen)
  • Zitrone (bringt blondes Haar zum Leuchten)
  • Kamille (bei juckender und gereizter Kopfhaut)
  • Zeder und Rosmarin (gegen Haarausfall und bei fettigem Haar)

Wir wünschen euch viel Spaß bei der Herstellung!

Photo by Seth Doyle on Unsplash

* = Affiliatelinks/Werbelinks

7 Tipps für eine nachhaltige ausgewogene Ernährung

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Grün ist immer gut, wir geben 7 Tipps für eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung

Ausgewogene Ernährung – die Empfehlung für alle, die keine spezielle Diät verfolgen, sich aber trotzdem gezielt und bewusst ernähren möchten. Wir geben 7 Alltags- und Einsteigertipps, mit denen man sich ausgewogen ernähren und gleichzeitig auch etwas für einen nachhaltigeren Lebensstil tun kann.

Was bedeutet sich ausgewogen zu ernähren?

Auf keinen Fall Chips für kleine Kinder. Guter Tipp, oder? Klingt jetzt banal, ist aber leider immer wieder zu beobachten. Heute im Bus habe ich das leider auch wieder sehen müssen, was für mich noch ein letzter Impuls war heute diesen Artikel zu schreiben.

Deshalb soll dieser Alltags-Ratgeber für ausgewogene Ernährung wirklich kurz und knapp die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Sie sollen von jedem umsetzbar sein. Vor allem, wenn Ihr gerade erst anfangt Euch mit dem Thema zu beschäftigen. Wir wollen zeigen, wie einfach man sich gesund ernähren und zeitgleich nachhaltig handeln kann.

Dieser Text richtet sich an alle, die sich dafür entschieden haben keine speziellen Diäten verfolgen zu wollen. Also Menschen, die entweder genervt bzw. enttäuscht vom Erfolg spezieller Diäten sind. Oder Menschen, die sich nicht vorstellen können sich komplett vegan zu ernähren, also sofort und direkt auf alle tierischen Produkte zu verzichten.

Ausgewogene (Vollwert-)Ernährung bedeutet laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) konkret die Lebensmittelvielfalt zu genießen, aber auch einen klaren Fokus auf Obst und Gemüse zu legen. Zudem wird empfohlen in Ruhe zu essen und auf eine schonende Zubereitung zu achten (Link: 10 Regeln der DGE als PDF)

Im Folgenden findet ihr unsere Tipps, wie man die oberen Regeln mit dem Thema Nachhaltigkeit kombinieren kann.

Welche Tipps gibt es, um sich bestmöglich und ausgewogen zu ernähren?

Mit bestmöglich ist hier gemeint – sowohl gesund, als auch bewusst nachhaltige Entscheidungen im Alltag zu wählen.

  1. Saisonkalender geben Inspiration für Obst und Gemüse, das regional wächst und dadurch vor allem durch kurze Transportwege beim Thema Nachhaltigkeit punktet (z.B. im Saisonkalender Januar)
  2. Fleischkonsum reduzieren, bedeutet die mit hohen Ressourcenaufwand hergestellten Lebensmittel durch andere zu ersetzen. Tipp: wenn ihr jeden Tag Fleisch esst, startet mit einem vegetarischen Tag – dann zwei und dann drei. Faustregel: versucht Euren Fleischkonsum langfristig zu halbieren!
  3. Bio-Siegel und Fair Trade Lebensmittel bedeuten bessere Produktionsbedingungen zu unterstützen. Bei Bio-Siegeln wie Bioland, demeter und Naturland bedeutet dies insbesondere der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Dünger. Bei Fair Trade stehen vor allem die bessere Bezahlung und Unterstützung sozialer Projekte vor Ort im Vordergrund.
  4. Wer selbst kocht, also wenig Fertiggerichte kauft, kann sicher sein, dass das Essen keine Geschmacksverstärker oder zu viel Fett, Zucker und Salz enthält. Zudem bedeutet Fertiggerichte oft auf mehr Verpackungen bzw. Umverpackungen (siehe Tipp 7)
  5. “Zero Waste Küche” als relativ neuer Begriff und bedeutet maximale Müllvermeidung in der Küche. Es gibt auch spannende Bücher, nur zum Thema Zero Waste Küche, z.B. von Sophia Hoffmann*. Entscheidend ist für Einsteiger nur das zu kaufen, was man wirklich benötigt. Zudem auch immer gerne prüfen, wie man Lebensmittel bestmöglich verwerten kann. So ist beim Brokkoli auch der Strunk essbar. Unser Tipp: Kühl- und Vorratsschrank regelmäßig prüfen, um Lebensmittel nicht ablaufen zu lassen. Nach Ablauf des MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) immer im Einzelfall prüfen, ob das Produkt wirklich nicht mehr genießbar ist! Weitere Tipps sind aus braunen Bananen  Bananeneis selber gemacht und beim Fisch nicht nur Filet kaufen.
  6. Wer die Energieeffizienz im Haushalt optimiert, kann gerade bei der Ernährung viel für die Umwelt tun. Tiefkühltruhen, Öfen und Herde stehen direkt mit der Ernährung in Zusammenhang und sollten entsprechen effizient genutzt werden. Beim Kochen kann bspw. die Restwärme vom Ofen und auch heißes “Restwasser” genutzt werden.
  7. Verpackungen reduzieren und im Idealfall verpackungsfrei einkaufen. Wer eigene Jutebeutel zum einkaufen mitnimmt oder “Unverpackt Läden” in der Nähe hat, kann viel Plastik vermeiden. Denn es gibt sie, die nachhaltigen Alternativen, so wie bei den Kaffeekapseln oder beim Wiederverwenden alter Gläser (Hier klicken zum nachhaltigen Küchen Hack)

In diesem Sinne: viel Spaß und Genuss bei der Umstellung.

Weiter lesen:

Was genau war nochmal Nachhaltigkeit? (Link, wie man das am einfachsten Kindern erklärt) und was genau war nochmal das Tierwohl -Label?

Und wie kann ich Nachhaltig grillen?

Ein Tag als Coffee to go Becher – Kolumne für nachhaltiges Augenzwinkern

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Ein Tag als Coffee to go Becher - Kolumne für nachhaltiges Augenzwinkern

In dieser Nachhaltigkeits-Kolumne zeigt Nachhaltify exklusive Einblicke in die geheimnisvolle Welt unnachhaltiger Alltagsgegenstände. Folge 1: Schon mal gefragt, was wohl der Coffee to go Becher zur Verschmutzung der Weltmeere sagen würde? Wir bei Nachhaltify stellen solche investigativen Fragen – nie ohne Hintergedanken – immer mit Augenzwinkern.

Kapitel 1 – A day in the life of a fool(ish cup)

“Lieber Coffee to go Becher – vielen Dank, dass Sie sich Zeit genommen haben. Wir kommen direkt zum Thema und würden gerne wissen, was Sie zum Thema Meeresverschmutzung sagen.”

„Erzähle ich gleich, erstmal muss ich ich ein bisschen Frust loswerden.

WHAT THE CUP. OH MY CUPNESS. Was für ein Start in den Tag ?. Eng, wie morgens in der U3 zum Hauptbahnhof hier im Karton mit ca. 10.000 anderen Bechern wie mich.

Ein bisschen aufgeregt bin ich schon, wo es mich jetzt hin verschlägt. Es ist wirklich Zufall, wo man landet. Das lernt man von Anfang an als Baby-To-Go-Becher. Und natürlich macht man sich Hoffnungen auf ein richtig geiles Leben. (träumt)

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giphy.com – Coffee to go becher – GIF 1

Ein Tag auf Malle wäre genial gewesen, aber nach dem letzten Mal umsteigen ist klar, dass es nach Hamburg geht. Ist ok, klingt trotzdem ein wenig nach Abenteuer: „Das Tor zur Welt“ oder wenigsten irgendwo mit guter Aussicht landen. Der Gedanke, in einem dreckigen Bahnhof in den Tag zu starten, wäre schon schön blöd.

Kapitel 2 – Am Ziel der Coffee to go Becher Träume?

Unser Transport hält wieder an. Alle sind aufgeregt und klappern mit den Deckeln.

Blankenese, Winterhude, Eppendorf – man träumt vom kleinen Luxus und süßen Frappuccinos. Oder sexy Reeperbahn – einem echt spannenden Nachtleben, Drinks und Rock‘n roll! Wir haben alle viel vor an diesem besonderen Tag.

Doch es kommt ganz anders.

Kapitel 3 – Der große Tag

Ich werde gekauft, mit einem Edding beschmiert, ausgetrunken und direkt 11 Minuten später weggeschmissen. Was soll man denn in 11 Minuten schaffen?

Man mich angeht: Ich habe es leider nicht geschafft, dass sich meine neue Besitzerin Bianka (?) in mich Single-Use-Product verliebt. Es hätte so schön sein können… (träumt weiter)

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giphy.com – Coffee to go becher – GIF 2

Kapitel 4 – Doch nur einer von 80 Millionen

Die Erkenntnis trifft mich wie ein Wurf aus einem fahrenden Auto. Ich bin völlig austauschbar – doch nur einer von 3 Milliarden Coffee To Go Bechern.

Nachhaltifact: In Deutschland werden pro Jahr ca. 3.000.000.000 Coffee to go Becher verbraucht.

Ein enttäuschend kurzes Leben liegt hinter mir – ohne Glamour, ohne Reeperbahn. Und vor allem ohne Liebe in den 11 Minuten meines Single-Lebens.

Mein ganzes Reallife außerhalb des Kartons umfasst eine lausige Bahnfahrt. Achtlos werde ich von Bianka (?) in einen Papiermülleimer geworfen. Immerhin habe ich noch meinen Plastikdeckel dabei, bin also nicht ganz alleine.

(Jetzt sauer) Ich fühle mich richtig benutzt. Benutzt und dreckig und möchte wieder zurück. Nochmal neu starten.

Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, möchte ich Thermobecher werden – oder wenigstens Bambusbecher*. Obwohl ich diese früher immer so verachtet habe – (äfft nach) immer hübsch ausgewaschen…

Nachhaltifact: Im Jahr 2014 trank jeder Deutsche im Schnitt 162 Liter Kaffee, davon etwa 5% aus Einwegbechern.

(Jetzt richtig sauer) Sorry Nachhaltify, das Interview ist jetzt wirklich vorbei. Ich habe keinen Bock mehr, bin mega enttäuscht, für so einen kurzen Tag überhaupt produziert werden zu sein! Was für eine Verschwendung meiner Lebenszeit – von meinen inneren Werten ganz zu schweigen.

Achja, wie ich die Verschmutzung der Weltmeere finde? Das war ja die eigentliche Frage. Schlimm. Ganz schlimm ist das. Ich finde es super wichtig, sich da zu engagieren. Aber ehrlich gesagt finde ich, die anderen sollten erstmal aktiv werden. Was kann ich alleine schon ausrichten?”

Nachhaltifact: Allein in Berlin sollen täglich etwa 460.000 Coffee to go Becher verbraucht werden.

“Vielen Dank für das kurze Gespräch. Und die Moral von der Geschicht’: To Go Becher kauf’ ich nicht!

Hier geht’s weiter!

Und hier geht’s weiter mit Informationsartikeln:

 

Quelle zu den Nachhaltifacts ist die Deutsche Umwelt Hilfe (DUH)

 

Photo by Marion Michele on Unsplash

Technik Tipp: Nachhaltify-Website wie eine App nutzen

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Nachhaltify-App Icon auf dem Handy Startbildschirm

Du willst die Nachhaltify.de Homepage wie eine App öffnen? Kein Problem – wir zeigen Dir, wie Du in wenigen Schritten unsere neue Website als App direkt auf dem Startbildschirm Deines Handys speichern. Somit sparst Speicherplatz und findest immer direkt unsere neusten Beiträge und Alltagstipps für ein nachhaltigeres Leben.

Apps! Überall Apps! Fast jede Website schlägt seinem Besucher mittlerweile relativ offensiv vor, doch bitte die neuste App runter zu laden. WIR NICHT! Wir zeigen Dir, wie sich unsere Website als Favorit wie eine App abspeichern lässt!

giphy-com-smart-gif-homepage-wie-eine-app giphy.com – Smart GIF – Homepage wie eine App speichern

4 Schritte Anleitung für IOS

Die folgende Kurzanleitung hilft Dir Nachhaltify.de als App auf Deinem IPhone oder IPad (im Safari Browser) zu speichern und jederzeit direkt finden zu können.

  1. Nachhaltify.de (Startseite oder Lieblingsartikel) im Browser öffnen.
  2. Klicke auf das mittlere “Teilen”-Icon von Safari.
  3. Wähle “Zum Home-Bildschirm” in der unteren Menüleiste aus.
  4. Bestätige direkt oder ändere die Bezeichnung individuell (z.B. nur “Nachhaltify”)

4 Schritte Anleitung für ANDROID

Die folgende Kurzanleitung hilft Euch Nachhaltify.de als Favorit auf Deinem Smartphone oder Tablet (im Chrome Browser) zu speichern und jederzeit direkt finden zu können.

  1. Öffne Nachhaltify.de in Deinem Browser.
  2. Klicke auf Chrome-Menü (mit den drei Punkten).
  3. Wähle “Zum Startbildschirm hinzufügen” im Menü aus.
  4. Platziere das neue App-Icon frei auf Deinem Handy.

Vorteile unsere Homepage wie eine App auf Home Screen zu speichern

  • Du hast einen ganz besonderen Lieblingsartikel, wie die Anleitung für das Eichhörnchen Futterhaus? Natürlich kannst Du auch einzelne Artikel als Favorit direkt auf deiner Startseite speichern und jederzeit später darauf zurückkommen.
  • Du spart Speicherplatz, weil Du keine Apps runterladen musst.
  • Durch das responsive Design kannst Du unsere Seite auf dem Laptop, Smartphone und Tablet immer in optimierter Darstellung sehen.
  • Wir sparen Zeit und Kosten für die App-Entwicklung und können weiter an spannenden Artikeln arbeiten 🙂

Viel Spaß beim Testen und schreibe uns gerne Dein Feedback oder Fragen!

Interviewserie “5 Fragen über Nachhaltigkeit” an: Sina

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Unsere kleine Interview-Serie zum Thema Nachhaltigkeit. Einfach, kurz und auf den Punkt. Inklusive einer eigenen Einschätzung zum “Nachhaltigkeitsscore”, der größten Sünden und ob die Welt noch zu retten ist.

Unsere Interviewpartnerin heute: Sina, Managing Editor von nachhaltify.de

Auf einer Skala von 1-10 , wie nachhaltig würdest Du Deinen Lebensstil beschreiben?

Ich würde meinen Lebensstil auf einer 6 einstufen. Ich achte beim Einkaufen sehr auf den Plastikverbrauch. Beispielsweise kaufe ich Gemüse und Obst lose oder nutze eine Netztasche. Außerdem habe ich immer meine faltbare Tragetasche bei mir. Im Bad nutze ich ausschließlich Shampoo Bars und stelle mein Körperpeeling selbst her.

Gab es einen besonderen Moment, der Dich dazu bewegt hat, nachhaltiger zu leben?

Ja, den gab es. Vor ungefähr einem Jahr habe ich mir den Dokumentarfilm „Before the Flood“ von Leonardo DiCaprio angeschaut. Ich war fasziniert von unserem wunderschönen Planeten und die bunten Lebewesen die darauf leben. Gleichzeitig war ich schockiert darüber, was wir Menschen unserem Planeten antun und wie sehr Tiere darunter zu leiden haben. Besonders diese haben die Welt nicht verschmutzt und können sich leider nicht wehren.

Damals habe ich klein angefangen und alles aus meinem Badezimmer verbannt was Palmöl und Mikroplastik enthält. Der Erhalt der Regenwälder ist mir besonders wichtig. Und auch wenn es nur ein kleiner Teil ist, den ich beitragen kann, so ist es immerhin etwas. Und diese Einstellung wollte ich mit den Menschen teilen. So entstand die Idee für Nachhaltify.

Was ist Deine größte Umweltsünde und definitiv NICHT nachhaltig?

Immer noch meine in Plastik verpackten Beauty Produkte im Bad. Außerdem fliege ich hin und wieder zu meiner Familie nach Hause und Kurzstreckenflüge sind leider nicht sehr nachhaltig.

Wenn Du per Gesetz etwas verbieten dürftest um die Nachhaltigkeit zu steigern, was wäre das?

Spontan fallen mir Silvesterknaller ein. Sie sind gefährlich und verpesten die Luft. Außer, dass es schön anzusehen ist, sehe ich kaum einen Nutzen darin. Die Feinstaubbelastung zum Jahreswechsel ist extrem groß und entspricht 17 Prozent dessen was jährlich auf deutschen Straßen freigesetzt wird.

Außerdem würde ich gerne den Fleischkonsum und die Massentierhaltung stoppen. Ich selbst lebe seit über 20 Jahren vegetarisch. Gänzlich auf Fleisch zu verzichten würde ich von niemand erwarten. Aber ich würde es begrüßen Fleisch bewusster zu genießen.
Besonders Kühe sind Klimakiller Nummer eins, da sie viele Treibhausgase verursachen. Doch auch das Tierfutter ist ein wichtiges Thema. Kühe essen viel Soja und somit müssen wieder viele Regenwälder für den Anbau von Soja gerodet werden.

Ist die Welt noch zu retten?

Ja, daran glaube ich ganz stark. Aufgeben ist hier keine Option. Wir Menschen müssen unser Bestes geben, um unseren Planeten zu schützen. Es genügen schon kleine Dinge im Alltag umzusetzen, damit sich etwas ändert. Es ist nur wichtig endlich damit anzufangen.

Nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir etwas bewirken und bewegen.

Photo by rawpixel on Unsplash

Japan Walfang – Was bedeutet der aktuelle Ausstieg aus dem IWC?

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Moodbild - Japan Walfang - Was bedeutet der aktuelle Ausstieg?

Japan und der Walfang. Japan ist am 26.12.2018 aus der internationalen Walfangkommission (IWC) ausgestiegen. Wir wollen wissen, ob sich dadurch konkret etwas am Schutz der faszinierenden Meeressäugern ändert.

Der aktuellen Presse (u.a. Spiegel, Süddeutsche, Tagesschau) ist zu entnehmen, dass sich dieser Schritt im September angedeutet hatte, weil die Japanische Regierung mit ihrem Antrag auf die Zulassung zum kommerziellen Walfang im Kongress des IWC scheiterte.

Ab Juli 2019 sollen Wale vor der japanischen Küste wieder kommerziell gejagt werden.

Was genau bedeutet Japans Ausstieg aus der Walfangkomission?

Wir glauben nicht, dass die aktuelle Entscheidung eine direkte “Verschlechterung” ist. Hauptgrund dafür ist, dass die Wale leider auch vor dieser Entscheidung Japans nicht “sicher” waren.

Mit Island, Norwegen und Japan haben sich drei Staaten seit Jahrzehnten über das Fangverbot hinweggesetzt.

Island hatte sich von Anfang an gegen das Walfangverbot gewehrt, Norwegen bis 1993.

Japan hat zuletzt eine rechtliche Lücke ausgenutzt, nach der Walfang zu Forschungszwecken möglich war. Somit wurden Zwergwale zuletzt in Japan unter dem Vorwand wissenschaftlicher Forschung gejagt.

Zum Hintergrund der internationalen Walfangkommission (IWC)

Die internationale Walfangkommission wurde 1948 ins Leben gerufen. Hauptgrund war, dass die Wale fast ausgestorben waren, nachdem die großen Walfangnationen USA, Sowjetunion, Großbritannien und Norwegen die Ozeane fast leer gejagt hatten. Somit lag die Hauptaufgabe des IWC darin, die Erhaltung der Walbestände bzw. nachhaltige Nutzung der Walressourcen zu gewährleisten.

Die Kommission hatte 1986 ein Verbot (Moratorium) für den kommerziellen Walfang in Kraft gesetzt. Island und Norwegen haben sich diesem Fangverbot offen widersetzt.

Ausblick: Tierschutz vs. kommerzieller Walfang

Wir hoffen, dass sich Japan zumindest an die eigenen Aussagen hält nur in der eigenen Wirtschaftszone zu jagen und wichtige Schutzgebiete und Rückzugsorte für Wale zu erhalten. Insbesondere sind hiermit die Arktis (Nordatlantik) und Antarktis gemeint. Das wäre tatsächlich auch eine Verbesserung für den Tierschutz, wie ihn bspw. Sea Shepard gefordert hatte.

Zudem ist es wie bei allen Krisen wichtig im Gespräch zu bleiben und möglichst faktenorientiert zu diskutieren. Für eine Entscheidung ob und wie Wale gejagt werden dürfen, sollte es trotzdem internationale Standards geben, an die sich alle Staaten halten.

Im Grunde ist es fast egal, wer für die fast gänzliche Ausrottung der Tiere verantwortlich war. Im Hinblick auf den Artenschutz gilt es klare Grenzen zu definieren um bedrohte Tierarten zu schützen.

Weitere Informationen zum Thema – Japanischer Walfang Wikipedia

Ausführliche Informationen zum japanischen Walfang findest Du natürlich bei Wikipedia. Spannend unter anderem die Historie einzelner Ländern (z.B. auch die Deutsche Walfanggeschichte).

Weitere Informationen wie aktiv sich bspw. Greenpeace gegen den internationalen Walfang stellt, findet ihr HIER (PDF mit Top 10 Fragen zum japanischen Walfang)

Und weitere Informationen, wie man den Lebensraum der Wale schützen kann, findet ihr hier beim Thema #netzgegenplastik.

Photo by Imleedh Ali on Unsplash

Was bedeutet Nachhaltigkeit? Kindern erklärt

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Es ist eine kleine Frage, aber eine große Herausforderung seinen Kindern zu erklären was Nachhaltigkeit bedeutet. Warum? Weil Nachhaltigkeit ein komplexes Thema, das viele verschiedene Bereiche betrifft. Naturschutz, Zero Waste, Minimalismus oder Recycling sind alles wichtige Begriffe, die einzelne Bereiche von Ressourcenschonung abdecken. Aber das Wort “Nachhaltigkeit” ist leider eben nicht einfach zu verstehen und schon gar nicht selbsterklärend.

3 einfache Tipps um Kindern Nachhaltigkeit näher zu bringen

Hier findet ihr einige konkrete Tipps und Alltagsbeispiele, die Euch hoffentlich dabei helfen dieses schwierige Thema in einer passenden Situation bei Euren Kindern zu platzieren. Ganz am Ende des Artikels findet ihr noch einen externen Link zu einem Youtube-Erklärvideo für Kinder, das sich auch alle Eltern anschauen dürfen.

Erster Tipp: Nicht darauf fokussieren das Wort Nachhaltigkeit zu definieren, sondern kurz erklären zu können, warum man selbst als Eltern bestimmte Dinge tut bzw. bewusst nicht tut.

Zweiter Tipp: Versucht auf Augenhöhe zu kommunizieren. Benutzt altersgemäße Wörter und möglichst einfache kurze Sätze ohne Fremdwörter zu benutzen.

“Ressourcen” und selbst das deutsche Wort “Rohstoffe” sind in manchem Alter für Kinder noch zu schwer oder gar nicht greifbar.

Dritter Tipp: Wartet auf eine passende Situation um bestimmte Dimensionen von Nachhaltigkeit besser erklären zu können.

7 Situationen und Beispiele um Kindern Nachhaltigkeit zu erklären

Beim Einkaufen:

  • Beim Einkaufen im Supermarkt könnt ihr erklären, warum ihr versucht Verpackungsmüll zu vermeiden.
  • Erklärt, dass oft die Schale als Schutz für die Frucht oder das Gemüse oft ausreicht und zeigt, dass man auch seine eigenen Beutel mitbringen kann.
  • Kleinen Kindern kann man auch als ablenkende “Aufgabe” mithelfen lassen das Gemüse in das eigene Netz (z.B. GOTS Bio Baumwoll-Netze*) zu verpacken.

Auf dem Wochenmarkt:

  • Auf dem Wochenmarkt könnt ihr erklären, warum es nachhaltiger ist Lebensmittel aus der Region zu essen.
  • Erklärt an einem Globus, dass Amerika auf der anderen Seite der Welt ist und Bananen in großen Containerschiffen über den Ozean fahren müssen.
  • Fragt am besten einmal, ob es nicht viel schneller geht Äpfel aus der Region (oder Omas Garten) zu essen.

Im Urlaub:

  • Im Urlaub am Strand könnt ihr über die Verschmutzung der Meere sprechen.
  • Erklärt oder zeigt wieviel Müll am Strand liegt und das kleine Meeresbewohner nicht wissen was Zigaretten sind und diese vielleicht essen (und daran sterben können).

Im Garten/In der Natur:

  • Ihr könnt gemeinsam ein Eichhörnchen Futterhaus bauen, um zu verdeutlichen wie man die heimische Artenvielfalt unterstützen kann. Oder selbst Bienen halten? Why not?
  • Oder erklärt, dass Tiere bei extremer Trockenheit (#sommer2018) nicht genug Wasser finden. Zeigt, dass eine Vogeltränken für die Vögel wie eine Pfütze funktioniert.
  • Kinder finden es oft super sich mit einem Fernglas auf die Lauer zu sehen und zu beobachten ob ein Vogel in der Tränke “badet”.

Beim Anziehen:

  • Wenn Kleidung zu klein wird, könnt ihr erklären was am besten damit passieren sollte um Ressourcen zu schonen.
  • Erklärt, dass die Kleidung noch gut ist und sich andere darüber freuen. So wie das eigene Kind sich vielleicht auch über einen tollen Pulli vom großen Bruder.
  • Bei meinen Söhnen ein altes (auch von den Cousins) heißgeliebtes Ninjago-T-Shirt.

In der Schule/Im Kindergarten:

  • Wenn ihr Euren Kindern Brotdosen in die Schule mitgebt, könnt ihr erklären warum Alufolie schlecht ist.
  • Erklärt, dass die Alufolie nur bis zur 1. Pause benutzt und dann weggeschmissen wird. Die (eigene) Dose des Kindes kann aber die ganze Schulzeit überstehen und es entsteht kein neuer Müll – egal ob aus Metall oder eine Dose aus nachwachsenden Rohstoffen*

Beim Spazierengehen:

  • Wenn ihr an einem Auto vorbei läuft und (zwangsläufig) die Abgase riecht müsst, könnt ihr erklären warum es besser ist mit dem Rad zu fahren.
  • Erklärt, dass beim Auto giftiger Rauch rauskommt, der in die Luft geht und die wir natürlich nicht einatmen wollen.
  • Echtes Beispiel bei mir letzte Woche – Zitat: “Das Auto stinkt total”.

Weitere 7 Alltagssituationen um Kindern die Bedeutung von Nachhaltigkeit zu vermitteln

  • Beim Händewaschen und Zähneputzen darauf hinweisen das Wasser zwischendurch auszumachen.
  • Beim kleinen Geschäft auf der Toilette nur die kleine Spültaste drücken.
  • Licht ausmachen, wenn man aus dem Zimmer geht.
  • Kühlschrank zumachen, weil sonst die Kälte rausgeht.
  • Kein Essen wegschmeißen, lieber zeigen, dass man die Reste abends noch toll anbraten kann. Vielleicht schmeckt das Gericht abends dann ganz anders als mittags.
  • Mülltrennung erklären, bzw. erklären warum man unbedingt Papier und Glas sammeln soll, weil die so gut zu recyclen sind. Meine Kinder fanden es übrigens MEGA spannend beim entleeren der großen Altglascontainer zuzuschauen.
  • Keine Spielsachen mutwillig zerstören. Spielsachen lieber verschenken, verkaufen oder spenden, wenn ein Kind sein Spielzeug nicht mehr mag. Kindern, die schon mit Geld umgehen können, kann man auf einem Flohmarkt auch zeigen, dass man Geld für neue Dinge bekommt, wenn man Alte nicht wegschmeißt sondern verkauft.

Allgemein bin ich davon überzeugt, dass es wichtig ist Kindern nicht alle schwierigen Themen vorzuenthalten. Erklärt Nachhaltigkeit es am besten auf verschiedenen Wege und immer wieder anders. Selbst wenn die Materie komplex ist, sind Kinder extrem wissbegierig und können nur davon lernen, was ihr ihnen erklärt. Dann ergibt die Summe der verschiedenen Erklärungen bei den Kindern irgendwann ein Bild. Sie können dann vielleicht immer noch nicht das Wort Nachhaltigkeit erklären, aber sie wissen, dass man die Natur schützen muss und nicht unnötig viel verbrauchen soll.

Bei allen Hinweisen gilt übrigens: Ihr kennt Eure Kinder am besten und wisst welche Wörter sie mit 3 oder 4 Jahren schon kennen und welche nicht!

Letzter Tipp: Kindersendungen greifen auch schwierige Themen wie “was bedeutet Nachhaltigkeit” auf – insofern eignen sich für größere Kinder auch kurze Erklärvideos wie bspw. von ZDFtivi, bzw. logo! erklärt (1:25 Minuten)

Viel Spaß beim Erklären!

Photo by Element5 Digital on Unsplash

Nachhaltige Weihnachtsbäume

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Nachhaltiger Weihnachtsbaum

Letztes Update: 25.11.2020

Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum – wie schön sind deine Blätter?
Wie wäre es, dieses Jahr einen nachhaltigen Weihnachtsbaum aufzustellen? Einige Weihnachtsbäume werden mit Pestiziden behandelt und haben lange Transportwege hinter sich. Wir stellen nachhaltige Weihnachtsbäume als Alternative vor:

Giftfrei unterm Weihnachtsbaum: Nachhaltige Alternativen

Als ich klein war, war das Schmücken des Weihnachtsbaums für mich immer etwas ganz Besonderes. Gemeinsam mit der Familie wurde er eingekauft und am Heiligabend (zufällig auch noch mein Geburtstag) aufgestellt und geschmückt. Jedes Jahr suchte ich voller Begeisterung viele bunte Weihnachtskugeln und Figuren heraus, um für eine besinnliche Atmosphäre zu sorgen.

So schön diese Erlebnisse aus der Kindheit auch sind, frage ich mich mittlerweile, was mit den Weihnachtsbäumen vor und nach dem Fest passiert und welche Auswirkungen die Produktion auf die Umwelt hat.

Plastikbaum oder Bio-Weihnachtsbaum

So viel schon mal vorweg: Ein Plastikbaum ist keine wirkliche Alternative, da er meist aus umwelt- und gesundheitsschädlichem PVC besteht. Darüber hinaus wird er meist in Fernost produziert und hat somit eine weite, klimaschädliche Reise hinter sich. Außerdem landen Plastik-Weihnachtsbäume trotz mehrfacher Nutzungsmöglichkeiten immer wieder im Müll. Dort werden sie schließlich verbrannt.

  • Der zertifizierte Bio-Weihnachtsbaum stellt eine gute Alternative dar. Er wächst in Mischkulturen auf, ist frei von Schädlingen und wird nicht mit Herbiziden bespritzt. Zudem wurden für ihn ökologische Waldnutzungs-Richtlinien eingeführt. Dadurch wird auf Pestizide, Düngung und Kahlschlag verzichtet (besonders bei Naturland-Weihnachtsbäumen). Die Bio-Weihnachtsbäume sind mit einem Siegel des ökologischen Landbaus (Biokreis, Demeter, Naturland u.v.m.) gekennzeichnet und somit gut erkennbar.
  • Sogenannte FSC-Weihnachtsbäume stammen aus FSC-zertifizierten Wäldern. Dieses Siegel steht für eine umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragfähige Waldnutzung. Streng genommen dürfen aber nur Holzprodukte das FSC-Zertifikat tragen, und Weihnachtsbäume gehören nicht dazu. Doch damit auch diese Waldprodukte das Siegel tragen dürfen, gibt es einen gesonderten NTFP Standard, sodass Aussagen wie „Weihnachtsbäume aus einem FSC-zertifiziertem Forstbetrieb“ zulässig sind.

Regionaler Weihnachtsbaum

Es muss nicht immer die Bio-Variante sein. Auch regionale Forstbetriebe pflanzen Fichten, Kiefern oder Tannen an. Die Bäume haben kurze Transportwege und kommen ohne Pestizide aus. Wer sich für so eine Alternative interessiert, erkundigt sich am besten beim Förster oder Forstamt. Häufig werden an den Adventswochenenden auch besondere Aktionen angeboten, bei dem man sich den Baum selbst aussuchen und schlagen darf. Für das richtige Weihnachtsfeeling ist dort jedenfalls gesorgt!

Weihnachtsbaum mieten

Eine weitere Alternative besteht darin, sich einen Tannenbaum für die Weihnachtszeit zu mieten. Mittlerweile gibt es viele regionale Anbieter, die diesen Service zur Verfügung stellen. Der Baum wird in einem Topf ins Wohnzimmer gestellt, gepflegt und geschmückt. Nach Weihnachten gibst Du ihn einfach wieder zurück. Die Anbieter sind mit ihrem Fachwissen in der Lage, den gemieteten Baum bis zum nachfolgenden Weihnachtsfest wieder aufzupeppen. Dadurch entsteht kein Müll, es werden keine Pestizide verwendet, und weite Transporte sind nicht nötig. Eine tolle Alternative!

Photo by Nathan Anderson on Unsplash

Quellen:

https://www.robinwood.de/schwerpunkte/was-sind-%C3%B6kologisch-zertifizierte-weihnachtsb%C3%A4ume
[Zugriff Dezember 2018]

https://www.oekotest.de/bauen-wohnen/Tipps-fuer-den-oekologischen-Weihnachtsbaum-_600736_1.html
[Zugriff Dezember 2018]

https://www.familie.de/kind/gruener-weihnachtsbaum-1273673.html
[Zugriff Dezember 2018]

Nachhaltige Geschenke zur Geburt

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Nachhaltige Geschenke zur Geburt, zum Beispiel selbstgestrickte Babyschuhe

Nachhaltige Geschenke zur Geburt? Ja, das geht! In diesem Artikel findet ihr einfache, echte und sinnvolle Tipps, mit denen ihr jungen Eltern eine Freude machen könnt.

Unsere Empfehlungen sind entweder besonders ressourcenschonend, aus nachwachsenden Rohstoffen, bio-zertifiziert oder selbstgemacht. Von allen Ideen sind wir zudem überzeugt, dass sie trotz nachhaltigem Gedanken cool und nicht “zu öko” sind.

Die Tipps eignen sich sowohl für werdende Eltern, als auch für Großeltern oder Pateneltern, die sinnvolle Geschenke zur Geburt schenken wollen.

Die wichtigsten Fragen zum Geburtsgeschenk

  • Muss es zur Geburt etwas besonders Teures sein? Nein, der Wert eines Geschenkes bemisst sich nicht am Preis. Es darf auch ein kleines Geschenk, bzw. besonders liebevoll ausgewähltes Geschenk sein.
  • Muss der Name darauf stehen? Kann, muss aber nicht. Bei Decken/Kissen finde ich es persönlich super, aber bspw. nicht bei Schuhen, denn nicht jeder auf der Straße muss wissen wie meine Kinder heißen, oder?
  • Darf es auch ein Gutschein sein? Ja (siehe unten), vor allem, wenn das Baby überraschend früh kam oder man noch nicht genau weiß, was die Eltern alles schon gekauft haben und nichts Doppeltes schenken möchte.
  • Darf man das Geschenke zur Geburt auch nachreichen? Ja, insbesondere wenn man den Namen des Kindes noch nicht kennt, braucht man bei einigen Geschenken etwas mehr Zeit. Vor allem, wenn man das Baby schon nach wenigen Stunden oder Tagen besuchen kann/darf. Wenn man den Eltern dann sagt, dass es später noch ein Geschenk gibt, freuen die sich auf jeden Fall auch über ein nachgereichtes Geschenk.

Wie so oft im Leben gilt es im Einzelfall kurz mit den werdenden Eltern zu sprechen um die Erwartungshaltung auszuloten. Vielleicht gibt es bereits auch eine Baby-Wunschliste, die die Eltern angelegt haben, weil sie ganz genaue Vorstellungen haben oder sich nur nützliche Dinge schenken lassen wollen.

Hier kommen 9 tolle und nachhaltige Geschenke zur Geburt

  1. Besticktes Kissen (in Bioqualität, Tipp: am besten Kissen vorher aussuchen und später extra besticken lassen, wenn ihr den Namen kennt)
  2. Selbstgenähte Baby-Kleidung (z.B. selbstgestrickte Babyschuhe, am besten nicht zu klein, ggf. auch die Saison beachten!)
  3. Badetuch, Kapuzenhandtuch (in Bioqualität)
  4. Buchstabenwürfel (z.B. bei Handmade*)
  5. Baby Erinnerungsbox (z.B. Echtholz-Kiste*)
  6. Rassel, nachhaltiges Spielzeug 100% Bio z.B. von Musikid*
  7. Spieldecke (mit Name bestickt)
  8. Schnullerkette (mit Name)
  9. Echten Lebensbaum zur Geburt schenken, bzw. Säulenobst/Balkonobst Pflanze

Hier folgen 3 sinnvolle und nachhaltige Geschenk -Gutscheine zur Geburt

Es muss wie gesagt nicht immer ein großes, teures Geschenk sein: kleine Geschenke, bzw.  Geschenkgutschein-Ideen können ebenso sinnvoll sein:

  1. Babysitten (also Zeit schenken mit dem Baby oder auch für größere Geschwister, um den Eltern mehr Zeit für das Neugeborene zu schenken)
  2. Kochen (insbesondere bei Eltern, die zum ersten Mal Eltern werden bringt das Baby alle Tagesabläufe durcheinander. Über einem großen Eintopf freuen sich die Eltern bestimmt – den kann man nämlich zur Not mehrfach aufwärmen)
  3. Baby-Erste-Hilfe-Kurs (können wir JEDEM empfehlen! Kann auch für frische Großeltern für etwas mehr Sicherheit sorgen)

Hinweis: Unsere Tipps sind hier bewusst neutral ausgewählt und nicht nach Junge und Mädchen getrennt, weil es uns in erster Linie um das gesunde Baby und sinnvolle Geschenkalternativen geht.

Übrigens gibt es bei der Schnullerkette immer ein gewisses Risiko, dass das Kind nur am Daumen nuckeln will – so geschehen bei unserem Kind Nr. 3 🙂

Nachhaltige Geschenke zur Geburt – Tipps von Eltern für Eltern

Am wichtigsten ist im Grunde, dass ihr Euren Familien und Freunden mitteilen solltet, wenn ihr ganz explizit nachhaltige Geschenke zur Geburt wünscht.

Sehr gut erhaltene Secondhand Babyklamotten können zwar sinnvoll sein, können beim Schenkenden aber auch ein ungutes Gefühl verursachen “nur etwas Gebrauchtes” zu schenken. Am besten vorher vorsichtig nachfragen.

Und denkt dran: vererbte Spielzeuge oder Klamotten können sogar einen ganz besonders emotionalen Wert haben! So haben unsere Kinder “altes” Spielzeug von meiner Großtante bekommen. Babys merken gar nicht, ob die Rassel neu oder alt ist. Das “alte” Spielzeug hatte sogar so eine gute Qualität, dass wir es danach noch weiteren Freunden überlassen haben. Das ist natürlich besonders nachhaltig!

Baby Spielzeug muss nicht immer neu sein!

Gleiches gilt für die Verpackung oder sonstige Überraschungen. Wer kein “It’s a Boy/Girl“-Heliumballon haben möchte, sollte seine Familie vorab informieren, dass er/sie auch zur Geburt keinen unnötigen Müll verursachen will. Darüber reden hilft in jedem Fall vor Enttäuschungen – auf beiden Seiten!

In diesem Sinne – fröhliches und bewusstes Schenken!

Weiter lesen:

Wer nachhaltige Geburtstagsgeschenke, bzw. sinnvolle Geschenketipps für ältere Kinder oder Mitbringsel für Kinder sucht, wird im Artikel “Nachhaltige Geschenke für Kinder” bestimmt fündig.

Photo by Janko Ferlič on Unsplash