Beim Cleanup mitmachen – allgemeiner Ratgeber

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Beim Cleanup mitmachen? Was ist das? Wie geht das und warum überhaupt sollte ich das tun? In diesem Text findet ihr Gründe, warum man bei solchen Putzaktionen mitmachen sollte. Zumindest einmal zum testen.

In einem weiteren Artikel haben wir einen ausführlichen Erlebnisbericht zu unserer Teilnahme in diesem Jahr geschrieben. Im Rahmen der Aktion „Für ein sauberes Pinneberg“ waren wir im Hamburger Westen in Schenefeld unterwegs. Hintergrund war, dass viele Bundesländer am 23.3.2019 zur Putz-, bzw. Aufräumaktion aufriefen – oder Cleanup, wie man heute sagt. 😉

Was genau ist ein Cleanup?

Cleanups sind Aufräum-, bzw. Müllsammel- oder Putzaktionen, bei denen sich ganz normale Menschen treffen, um einen bestimmten Ort von Müll zu befreien. Das kann ein Spielplatz, ein Straßenzug oder ein Strand sein. Es geht nicht darum, eine ganze Stadt KOMPLETT von Müll zu befreien. Die Teilnehmer sind also nicht so naiv zu glauben, dass nicht einen Tag später wieder Müll in die Natur geschmissen wird. Es geht eher darum, überhaupt etwas zu tun.

An Cleanups teilnehmen heißt: Aktiv werden, Vorbild sein und andere zum Nachdenken und Nachmachen anzuregen.

Warum soll ich bei einem Cleanup mitmachen?

Ganz einfach: weil wir Menschen für den Müll verantwortlich sind.

Dafür kann es sehr gute oder schlechte Gründe geben, aber es ändert nichts an der Tatsache. Da wird aus Gedankenlosigkeit doch die Zigarette auf den Boden geworfen, obwohl viele Raucher eigentlich drauf achten. Schon mal gehört?

Ein weiterer Grund kann echtes Versehen sein. Keiner merkt es, wenn unbemerkt ein Taschentuch oder Bonbonpapier aus der Tasche fällt.

Oder es gibt die Unwissenheit, wenn jemand glaubt, „dass für den Müll schon jemand zuständig ist“. Dazu direkt meine klare Meinung: Die Müllabfuhr kann die Mülltonnen wegfahren, kann aber nicht alle Gebüsche und Straßenränder per Hand säubern. Der Müll an den Straßenrändern, in Büschen, auf Wiesen und in den Wäldern kommt von uns und sollte gar nicht erst dort landen.

Zusätzlicher Grund: Es gibt ein gutes Gefühl sich zu engagieren und andere aktive Menschen zu treffen, die das aus denselben Gründen tun! Genau aus diesem Grund schreibe ich hier über das Thema. Ich möchte Fragen beantworten und mögliche Barrieren abbauen. Schreibt uns gerne direkt an, wenn ihr Fragen habt. Einfach hier im Kontaktformular oder über Instagram.

Wie meldet man sich zu einer Aufräumaktion an?

Grundsätzlich gilt, dass jede helfende Hand willkommen ist. Einfach kurz informieren, ob in deiner Stadt ein Cleanup stattfinden. Termin rausfinden und einfach vorbeikommen.

Eine Anmeldung kann aber aus organisatorischen Gründen sinnvoll sein, da sie dem Organisator hilft, besser planen zu können. So kann sichergestellt werden, dass es genug Handschuhe, Greifzangen, Eimer oder Müllsäcke für alle Helfer gibt.

Wer möchte, kann auch seine eigenen Arbeitshandschuhe mitbringen. Nachhaltig ist auch, die Handschuhe von der letzten Sammelaktion zu nutzen, denn natürlich braucht man nicht bei jedem Mal Neue.

Motivation, ggf. Anmeldung und Handschuhe reichen in meinen Augen, um spontan als Helfer überall bei einem Cleanup mitmachen zu können.

Praxis-Tipp: möglichst feste Handschuhe wählen, weil auch oft Scherben beseitigt werden müssen. Man muss natürlich keine Scherben aufsammeln, wenn man Angst vor Verletzungen hat (Sicherheit geht vor), es gibt sonst immer auch genügend Zigarettenstummel und Plastikmüll.

Wo finde ich Cleanups zum mitmachen in meiner Nähe? (Liste)

Im Folgenden findet ihr eine Liste von Non-Profit Organisationen, Verbänden und Vereinen, die wir zu dem Thema finden konnten. Die Liste soll Euch Inspiration geben und wird laufend ergänzt. Schreibt uns gerne für weitere Empfehlungen, direkten Kontakt haben wir als Hamburg bisher zu den Leuten von CUYA.

Unser Organisations-Tipp: einfach „Cleanup (DEINE STADT)“ eingeben, in der Suchmaschine deiner Wahl (z.B. https://www.ecosia.org/). Das ist wirklich der beste Weg um gleichgesinnte in deiner Stadt, deinem Ort oder auf deiner Insel zu finden.

Gibt es offizielle Cleanup Days?

Da es sich um freiwilligen Aktionen handelt, gibt es keine offiziellen Cleanups. Das Internet schafft jedoch eine eine schnelle Vernetzung, sodass global genutzte Kampagnen-Hashtags schnell auch in Deutschland Menschen aktivieren. So gibt es einen World Cleanup Day, der jedes Jahr im Herbst stattfindet.

Deutsche Infos zum internationalen World Cleanup Day findet ihr hier auf „Deutschland macht“ (Link: https://deutschlandmacht.de/)

Hier findet ihr direkt auf der Website auch eine interaktive Liste in der ihr sehen könnt, ob Eure Stadt schon aktiv ist und wo genau jetzt schon Aktionen geplant sind.

Wie organisiere ich selbst eine Cleanup Aktion?

Wen es nach diesem Artikel nicht mehr auf dem Sofa hält und wer nicht bis zum World Cleanup Day im Herbst warten kann, kann natürlich selbst eine Aktion starten. Über die vom Umweltbundesamt geförderte Aktion Let’s Clean Up Europe (Link: https://www.letscleanupeurope.de/aktion-organisieren/) findet ihr Informationen, Karten und Kontakte.

Und wenn ihr im Herbst beim World Cleanup Day selbst ein Cleanup-Team leiten wollt, findet ihr hier eine tolle Checkliste.

Mein Fazit zur Frage „Beim Cleanup mitmachen?“

Zumindest einmal ausprobieren, sage ich immer. Informiert Euch und probiert es einfach mal, beim World Cleanup Day dabei zu sein. Fragt 1-2 Freunde, von denen ihr wisst, dass sie Müll vermeiden oder besonders auf die Umwelt achten und startet gemeinsam.

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