Schenefeld räumt auf – erfolgreich Müll sammeln

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Ich habe mit meinem 8-jährigem Sohn am Wochenende bei einer Putzaktion, bzw. dem  Cleanup Schenefeld räumt auf mitgemacht. Im Rahmen der Frühjahrsputz-Aktion „Für ein Sauberes Pinneberg“ war es für mich eine Freude, in diesem Jahr dabei zu sein.

Weil ich so viele bekannte Gesichter aus Schenefeld getroffen habe, soll dieser Artikel kurz beschreiben, warum die Putzaktion aus meiner Sicht so erfolgreich war. Damit möchte ich im nächsten Jahr noch mehr Schenefelder motivieren, bei Schenefeld räumt auf mitzumachen!

Hinweis:

Wenn Ihr nicht aus Schenefeld/Hamburg-West/Pinneberg kommt, findet ihr hier im Artikel allgemeine Fragen und Antworten zu Cleanups !

Mein Erlebnisbericht zur Aktion Schenefeld räumt auf

In den letzten Wochen wurde vor allem auf Plakaten im Stadtgebiet geworben. Achtet im nächsten Jahr also gerne auf diese Schilder:

schenefeld-räumt-auf-plakat2019
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Zudem wurde im Wochenblatt, dem Schenefelder Boten, darauf hingewiesen, dass man bei Anmeldung auch nach dem Sammeln ein Mittagessen bekommt.

Das wollte ich natürlich auch einmal testen. Also schnell angerufen, aber leider keinen erreicht. Gerade als ich mich per E-Mail anmelden wollte, was man auch machen konnte, kam prompt der Rückruf. Man freute sich über meine Anmeldung für das Wochenende und ich konnte noch Kernfrage zu Aktion stellen: „Muss ich zum Cleanup etwas mitbringen?“

„Nein“, war die Antwort, alles sei organisiert. Einfach pünktlich am Treffpunkt sein und dort gäbe es alle Information. Und so war es dann auch. Ganz einfach und top organisiert. Und eine (1) Müllzange reicht für sechs Personen, wie sich dann rausstellen sollte.

Am Aufräumtag selbst

Nach einem ausgiebigen Frühstück bin ich mit meinen großen Sohn in die „Gartenarbeitskleidung“ geschlüpft. Alte Jeans, alte Sportjacke, feste Schuhe. Zudem habe ich noch ein paar Kinderarbeitshandschuhe eingepackt, weil ich sichergehen wollte, dass mein Sohn nicht mit übergroßen Gummihandschuhen Zigarettenstummel aufsammeln muss. Das hätte lustig ausgesehen, hätte aber sicher auch schnell zu Frust gesorgt.

Cleanup Treffpunkt und Start in Schenefeld

schenefeld-räumt-auf-treffpunkt-achter-de-weiden
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Als wir ca. 10 Minuten vor offiziellem Beginn am Treffpunkt ankamen, sahen wir gleich, dass wir richtig sind. Es waren schon schätzungsweise 50 Personen anwesend, die sich in 2 Trauben um den Einsatzwagen der Stadtreinigung und um die Organisatorin verteilten.

Von der Laderampe der Stadtreinigung gab es das „Hilfswerkzeug“ in Form von Handschuhen, Müllzangen und Plastiktüten. Leider waren die Müllzangen schon alle verteilt, was für einen kurzen Frustmoment sorgte. Die großen blauen Plastiktüten waren dann neben mir kurz Gesprächsthema. „Müssen die aus Plastik sein?“ wurde kurz diskutiert und man kam dann zu dem Schluss „Ja, geht in so einem Fall nicht anders“. Papiertüten oder feste Mülltonnen sind für so eine Aktion schwer umsetzbar, wenn es darum geht möglichst einfach und schnell viel Müll einzusammeln. Kleine Eimer zum Sammeln hätten aus meiner Sicht aber auf jeden Fall geholfen, die Anzahl an blauen Plastiktüten zu reduzieren. Man hätte gut in den kleinen Eimern sammeln und diese dann in große Müllsäcke entleeren können. Bevor ich weiter über mögliche Verbesserungen für das nächste Jahr nachdachte, ging es aber auch schon los.

Bei der Organisatorin der Stadt Schenefeld gab es die Sammel-Touren: Stadtpläne mit 12 eingeteilten Routen. „Wo wollen Sie sammeln“, wurde ich gefragt und merkte, dass die Aufteilung auf die Routen noch nicht abgeschlossen war. Mit einem kurzen Blick auf die Karten entschied ich mich für Route 10, die meine Wohnstraße mit einschloss. „Prima, so kann ich im Notfall zuhause noch etwas holen oder zur Toilette“, dachte ich. Tatsächlich ein guter Gedanke, weil ich zu wenig Proviant für meinen Sohn eingepackt hatte. Er nutzt die Gelegenheit und flitze zwischendurch kurz nach Hause. Definitiv ein Vorteil, wenn man bei einem Cleanup seiner Stadt teilnimmt.

Dann fiel der Startschuss, wir hatten ca. 2,5 Stunden Zeit um nach unserer Route in der Freiwilligen Feuerwehr Schenefeld und alle 12 Gruppen zogen selbst organisiert los. Zu uns Beiden gesellten sich dann spontan noch vier andere Personen: der Vater eines Schulfreundes meines Sohnes, eine Mutter mit ihrem Sohn und eine freundliche, junggebliebene Rentnerin, mit der ich auch schnell ins Gespräch kam. Wir waren uns vor allem schnell darüber einig, wie wichtig es ist, Kinder darauf aufmerksam zu machen, wie viel Müll leider in der Natur landet. Die Rentnerin hatte übrigens eine Müllzange ergattern können, die uns als Gruppe auch reichte und eingesetzt wurde um Müll wirklich tief auf dem Gebüsch zu befreien.

Auf jeden Fall zog unsere Sechsergruppe los und einigte sich schnell auf die Strategie, dass jeweils drei Personen pro Straßenseite den Müll sammeln.

Wenn alle dieselbe Motivation haben und loslegen wollen, hält man sich nicht lange mit Reden auf.

Nach 20 Minuten wurde der Müll dann langsam sehr schwer, vor allem aufgrund der Glasflaschen, die wir in den Gebüschen fanden. Wir schütteten den Müll der einzelnen Säcke zusammen in einen Sack, banden ihn zu und stellten ihn an den Straßenrand. Das ist auch ein Vorteil eines organisierten Cleanups, dass vorher gesagt wurde, dass der Müll auf den Routen eingesammelt wird. Die insgesamt über drei komplett vollen Müllsäcke hätten wir in der Gruppenkonstellation auch nicht bis zum Ende mitschleppen können.

Nach ca. 2 Stunden waren wir tatsächlich fertig mit unserer Route und wie bei einer Sternfahrt trafen wir immer mehr Sammler auf dem Rückweg ihrer Route. Alle zog es dann zur Freiwilligen Feuerwehr, bei der es ab 12 dann eine ordentliche Stärkung gab. Die Bürgermeisterin von Schenefeld (Christiane Küchenhof, SPD), die auch teilgenommen hatte, bedankte sich kurz bei allen Teilnehmern und wir saßen erschöpft, aber sehr zufrieden über den gesammelten Müll mit Erbensuppe und Apfelschorle auf einer Biertischgarnitur in der Feuerwehrwache. Wir hatten knapp 10.000 Schritte in 2 Stunden gemacht und mehr als drei große Müllsäcke komplett gefüllt.

Schenefeld räumt auf – mein Fazit

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Bin gleichzeitig traurig zu zufrieden, weil wir so viel Müll gefunden haben. Traurig, weil man sich nur wundern kann wie wirklich in jeder Hecke, jedem Graben, jeder Wiese Müll zu finden ist. Zufrieden, weil wir aktiv etwas dagegen unternommen habe.

Zudem war es ein schöne, positive Grundstimmung, weil alle dasselbe Ziel hatten. Meine Sammeltruppe verabredete sich auf jeden Fall direkt wieder für das nächste Jahr. Da freue ich mich schon drauf.

Hier zum Abschluss meine besten Tipps für das nächstes Cleanup Schenefeld räumt auf:

  • Pünktlich am Treffpunkt sein (am besten schon 15 Minuten vor Beginn)
  • Proviant im Rucksack für die 90-120 Minuten mitnehmen (insbesondere, wenn gemeinsam mit seinen Kindern beim Cleanup helfen möchte)
  • Bei Anreise mit dem Fahrrad am besten auf dem Hinweg direkt bei der Feuerwehr parken und morgens von dort aus zu Fuß zum Startpunkt gehen, damit man nach dem Sammeln Zeit spart und nicht noch einmal zum Startpunkt gehen muss.
  • Wenn vorhanden eigene Müllzange mitbringen – diese gibt es in Metall (z.B. von Gardena*), aber auch aus Holz (nachhaltiger Geheimtipp*)

Hier findet ihr aktuelle Termine der GAB zum Frühjahrsputz 2019 und weitere Informationen zur Müllmelder App für den Kreis Pinneberg!

Wer ist nächstes Jahr dabei?

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